UN-Generalsekretär Ban in einem Statement zu den nordkoreanischen Atomtests | Bildquelle: REUTERS

UN-Reaktionen auf nordkoreanischen Atomtest "Zutiefst besorgniserregend"

Stand: 06.01.2016 18:21 Uhr

Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates: Das Gremium berät über weitere Sanktionen gegen Nordkorea. Das Land hatte nach eigenen Angaben erstmals eine Wasserstoffbombe getestet. Auch wenn es daran Zweifel gibt: UN-Generalsekretär Ban nannte die Situation "zutiefst besorgniserregend".

Nordkorea hat mit einem Atomtest internationale Empörung ausgelöst. Zahlreiche Staaten verurteilten das Vorgehen. Japans Premierminister Shinzo Abe sprach von "einer ernsthaften Bedrohung" für die Sicherheit seines Landes. Diese Bedrohung könne nicht toleriert werden. Auch Südkorea drohte, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen und setzt auf die internationale Gemeinschaft.

Die tagt in Form des UN-Sicherheitsrates. Das Gremium ist in New York zu einer Sondersitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon nannte vorab den Atombombentest "zutiefst besorgniserregend". Nordkorea verstoße damit gegen zahlreiche UN-Resolutionen. Ban forderte das Regime in Pjöngjang auf, seine nuklearen Aktivitäten zu beenden und Verpflichtungen zur nuklearen Abrüstung nachzukommen. Andernfalls könnten die UN ihre Sanktionen gegen Nordkorea ausweiten.

Atom-Tests trotz Sanktionen

Bereits nach den ersten nordkoreanischen Atomtests 2006 hatten die Vereinten Nationen Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Trotzdem hatte Pjöngyang insgesamt vier weitere Tests durchgeführt. Das Land vermeldete, es habe nun auch erstmals erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet. Atomexperten bestätigten nach Erdbebenmessungen einen Atombombentest in dem international isolierten Land. Mit Blick auf die Sprengkraft bezweifeln sie aber, dass tatsächlich eine Wasserstoffbombe detoniert sei. Wasserstoffbomben sind um ein Vielfaches stärker als herkömmliche Atombomben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Januar 2016 um 20:00 Uhr.

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