Kurdische Kämpfer feiern die Rückeroberung Rakkas | Bildquelle: AFP

IS-Hochburg in Syrien Anti-IS-Allianz befreit Rakka

Stand: 17.10.2017 13:03 Uhr

Die Anti-IS-Allianz der Syrischen Demokratischen Kräfte hat die Stadt Rakka erobert. Sie galt als inoffizielle Hauptstadt der Terrororganisation in Syrien. Damit gerät der IS weiter in die Defensive.

Die ehemalige IS-Hochburg Rakka ist nach monatelangen Kämpfen von der Herrschaft der Dschihadisten befreit. Die Militäroperation der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in der ehemals inoffiziellen Hauptstadt der Extremisten sei beendet, sagte ein Sprecher des kurdisch geführten Bündnisses. Nun werde nach letzten Widerstandsnestern der Kämpfer des "Islamischen Staats" (IS) gesucht.

Rakka von IS befreit
tagesthemen 22:15 Uhr, 17.10.2017, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Mit dem Fall Rakkas verliert der IS, der die Stadt 2014 erobert hatte, nach Mossul im Nordirak auch seine wichtigste Hochburg in Syrien. Als heimliche Hauptstadt der Extremisten war der Ort am Fluss Euphrat Zentrum der Anschlagsplanung der Terrororganisation. In Rakka, das einst mehr als 200.000 Einwohner zählte, wurden in den vergangenen Jahren nach Einschätzung westlicher Geheimdienste Angriffe überall auf der Welt geplant.

Kurdische Kämpfer feiern die Rückeroberung Rakkas | Bildquelle: AFP
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Rakka ist durch die langen Kämpfe fast vollständig zerstört. Dennoch ist die Freude bei den Kräften der SDF über die Befreiung der Stadt groß.

IS in der Defensive

Nachdem sich in den vergangenen Tagen bereits Hunderte syrische IS-Kämpfer ergeben hatten, kämpften zuletzt nur noch einige Dutzend ausländische Dschihadisten im Zentrum der Stadt. Tausende Zivilisten waren aus der belagerten Stadt geflohen. Nach der Befreiung des nationalen Krankenhauses sowie des bedeutenden Naim-Platzes am vergangenen Dienstag hielten die Extremisten am Ende nur noch ein Stadion im Zentrum.

Der IS hatte in den vergangenen Monaten bereits die wichtigsten Teile seines Herrschaftsgebiets in Syrien und im Irak verloren, in dem er einst ein Kalifat ausgerufen hatte. Nachdem die Extremisten an fast allen Fronten zurückgedrängt wurden, bleibt ihnen als Rückzugsort neben größeren Wüstenregionen nur noch das Siedlungsgebiet am Euphrat im Grenzgebiet von Syrien und dem Irak.

Unterstützung durch US-Luftschläge

Das siegreiche SDF-Bündnis wurde bei der Schlacht um Rakka von Luftangriffen der US-geführten Internationalen Koalition sowie durch Spezialeinheiten am Boden unterstützt. Die Bombardements töteten allerdings auch Hunderte Zivilisten. Die humanitäre Situation in der Stadt war in den vergangenen Monaten teilweise desaströs. Hunderttausende Unbeteiligte waren vor den Kämpfen aus der Region geflohen.

Über dieses Thema berichteten am 17. Oktober 2017 MDR aktuell um 13:07 und 13:26 Uhr sowie B5 aktuell (BR) um 13:33 Uhr.

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