US-Präsident Trump | Bildquelle: AP

Tweet des US-Präsidenten Trump droht Iran in Großbuchstaben

Stand: 23.07.2018 08:34 Uhr

US-Präsident Trump hat harte Konsequenzen angekündigt, sollte der Iran seine Drohungen gegen die USA nicht einstellen. Außenminister Pompeo verglich die "scheinheiligen Ayatollahs" mit der Mafia.

Donald Trump ist weder ein US-Präsident der leisen Worte noch leiser Zwischentöne. Das bewies er erneut mit einem Tweet zur Iran-Politik. "Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen von der Art zu spüren bekommen, wie sie wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten", twitterte Trump in Großbuchstaben an die Adresse des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. "Wir sind nicht länger ein Land, das Ihre wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod hinnehmen wird. Seien Sie vorsichtig!", drohte er.

Die "Mutter aller Kriege"

Rouhani hatte Trump gestern davor gewarnt, eine Iran-feindliche Politik zu verfolgen. Er unterstellte Trump, mit seinen Sanktionen die Vernichtung des Irans zu beabsichtigen. "Amerika sollte wissen, dass Frieden mit dem Iran die Mutter aller Frieden ist (...) genauso wie ein Krieg die Mutter aller Kriege wäre", zitierte die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna den Präsidenten.

Mehr Mafia als Regierung

Auch Außenminister Mike Pompeo hat die iranische Führung scharf angegriffen und beleidigt. Bei einer Rede in der Ronald-Reagan-Stiftung in Kalifornien rückte er Politiker in Teheran in die Nähe des Organisierten Verbrechens. Der Iran "wird von etwas geleitet, das der Mafia mehr ähnelt als einer Regierung", sagte er in Simi Valley. Präsident Hassan Rouhani und Außenminister Dschawad Sarif seien nur "polierte Frontmänner für die internationale Trickbetrügerei" scheinheiliger Ayatollahs, die "sich mehr um Reichtum als um Religion sorgen". Die iranische Führung habe von Korruption, Veruntreuung und anderen illegalen Geschäften profitiert.

USA wollen Irans Ölexporte unterbinden

Der ehemalige CIA-Chef warb um internationale Unterstützung für den harten Kurs gegen Iran. Ein Ziel sei es, die Ölexporte der Islamischen Republik bis zum 4. November wenn möglich auf Null zu drücken. Man bemühe sich vor allem darum, Länder im Mittleren Osten sowie Europa davon zu überzeugen, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu erhöhen, machte er deutlich. Zudem würden die USA alle Iraner unterstützen, die unzufrieden mit ihrer Führung seien.

Die Iraner wollten mit Würde, Verantwortung und Respekt regiert werden, sagte Pompeo vor einem Publikum, das mehrheitlich aus Exil-Iranern bestand. Er kündigte an, dass die US-Regierung einen TV- und Radio-Sender starten werde, der auch im Internet zu empfangen sein werde.

Im Mai hatte Trump den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran verkündet. Zuvor aufgehobene US-Sanktionen gegen den iranischen Finanzsektor sowie die Energiebranche würden nun wieder angewendet, sagte Pompeo.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Juli 2018 um 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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