Mike Pence spricht | Bildquelle: AP

Medienberichte Auch Pence nutzte privates E-Mail-Konto

Stand: 03.03.2017 08:29 Uhr

Während des US-Wahlkampfes hatten die Republikaner Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre heftig attackiert. Doch nun haben diese offenbar ihren eigenen Skandal: Vize-Präsident Pence soll als Gouverneur sein privates Konto für Dienstliches genutzt haben.

Vizepräsident Mike Pence soll während seiner Zeit als Gouverneur geschäftliche Nachrichten über eine private E-Mail-Adresse verschickt haben. Das berichtete die Zeitung "Indianapolis Star". Pence soll demnach während seiner vierjährigen Amtszeit mit seinen Beratern über Angelegenheiten der Inneren Sicherheit auch über das private E-Mail-Konto kommuniziert haben.

Opfer eines Identitätsdiebstahls

Der damalige Gouverneur wurde bereits Opfer eines Identitätsdiebstahls im vergangenen Frühjahr, bevor Donald Trump ihn als Vizekandidaten ins Boot holte. An die Kontakte der E-Mail-Adresse wurde damals eine Nachricht gesandt, in der es hieß, Pence und seine Frau säßen auf den Philippinen fest und bräuchten Geld. Daraufhin wechselte Pence zu einem E-Mail-Konto mit mehr Sicherheitsvorkehrungen.

Seit er als Vizepräsident vereidigt worden sei, habe Pence das Konto aber nicht mehr benutzt, sagte sein Sprecher Marc Lotter. Pence habe als Gouverneur eine dienstliche und eine private E-Mail-Adresse gehabt. Zum Ende seiner Amtszeit habe Pence überprüfen lassen, ob alle dienstlichen E-Mails richtig übertragen und archiviert würden. Das Büro von Pence betonte, dieser habe die geltenden Gesetze zum Umgang mit der digitalen Kommunikation "vollständig" eingehalten.

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Clinton immer wieder angegriffen

Als Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten hatte Pence, ebenso wie Donald Trump, regelmäßig Hillary Clinton angegriffen, weil sie während ihrer Zeit als Außenministerin dienstliche Nachrichten über ein privates Konto verschickte. Diesen Vergleich wies Lotter als "absurd" zurück. Clinton habe einen privaten Server in ihrem Haus aufstellen lassen. Pence habe, anders als Clinton, als Gouverneur zudem keine als geheim eingestuften Informationen verschickt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. März 2017 um 10:35 Uhr.

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