Polizisten in Paris | Bildquelle: AP

Terrorverdacht in Paris Zwei Festnahmen nach Sprengstofffund

Stand: 06.09.2017 19:52 Uhr

Französische Ermittler haben in einer Pariser Wohnung Bestandteile gefunden, mit denen offenbar der Sprengstoff TATP hergestellt werden kann - dieser war bei den Bataclan-Anschlägen 2015 benutzt worden. Zwei Personen wurden wegen Terrorismusverdachts festgenommen.

Bei Paris ist ein mögliches Sprengstofflabor entdeckt worden, zwei Verdächtige wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, in einer Wohnung in dem Vorort Villejuif seien Substanzen gefunden worden, die als Bestandteile einer Bombe genutzt werden könnten. Laut der Nachrichtenagentur AFP fanden Ermittler in der Wohnung Bestandteile des Sprengstoffs TATP, der beispielsweise bei den islamistischen Anschlägen von Paris im November 2015 benutzt wurde. Es seien aber auch Gasflaschen und Stromkabel gefunden wurden, berichtet AFP unter Berufung auf Ermittler.

Hinweis von Handwerkern

Die Antiterror-Abteilung der Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen wegen der möglichen Bildung einer kriminellen Vereinigung eingeleitet. Laut Staatsanwaltschaft besteht auch der Verdacht des Besitzes, Transports und der Produktion explosiver Substanzen im Zusammenhang mit einer terroristischen Tat einer organisierten Gruppe.

Innenminister Gérard Collomb teilte mit, die Polizei sei von einem Handwerker alarmiert worden. Collomb lobte den raschen Polizeieinsatz, machte aber keine Angaben zu den möglichen Hintergründen des Fundes. Die Verdächtigen sind nach Medienberichten 36 und 47 Jahre alt und den Sicherheitsbehörden bisher nicht bekannt. Einer von ihnen soll der Eigentümer der Wohnung sein.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 06. September 2017 um 23:00 Uhr.

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