Der Papst mit einer Kerze | Bildquelle: AFP

Ostern im Vatikan Papst gedenkt der Auferstehung Christi

Stand: 16.04.2017 00:42 Uhr

Osternacht im Petersdom: Mit einem feierlichen Gottesdienst hat Papst Franziskus der Auferstehung Christi gedacht. Angesichts latenter Terrorgefahr fand die Zeremonie unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Heute erteilt Franziskus den Ostersegen "Urbi et Orbi".

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes hat Papst Franziskus der Auferstehung Christi gedacht. Mit einer einzelnen großen Kerze in den Händen schritt das katholische Kirchenoberhaupt den Mittelgang des abgedunkelten Petersdoms in Rom entlang, um so die Dunkelheit nach der Kreuzigung von Jesus am Karfreitag zu symbolisieren. Als er den Altar erreichte, wurde das Licht als Symbol der Wiederauferstehung wieder angestellt.

Dem Gedenken an den Leidensweg Christi am Karfreitag beim Kreuzweg am und im Kolosseum in Rom hatte Franziskus zum Anlass genommen, auf das Leid von Flüchtlingen, Migranten oder Kriegsopfern in aller Welt aufmerksam zu machen. Am Ende der Prozession sprach er von "Scham für alle Bilder der Verwüstung, der Zerstörung und des Untergangs, die in unserem Leben so alltäglich geworden sind".

Am Mittag wird Franziskus vom Balkon des Petersdoms aus den Ostersegen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis") erteilen. Dazu werden auf dem Petersplatz in Rom Zehntausende Gläubige erwartet. Traditionell wird der Segen "Urbi et Orbi" in mehr als 60 Sprachen gesprochen. Vor dem Segen leitet das Oberhaupt der katholischen Kirche noch die Ostermesse.

Angesichts latenter Terrorbedrohung gelten im Vatikan während der Osterfeierlichkeiten scharfe Sicherheitskontrollen. Sprengstoffspürhunde sind im Einsatz, die Zugangskontrollen zum Petersdom und Petersplatz sind verschärft worden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. April 2017 um 23:15 Uhr.

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