Papst Franziskus spricht das Angelusgebet zu Gläubigen auf dem Petersplatz. | Bildquelle: dpa

Appell des Papstes "Sterben im Mittelmeer muss gestoppt werden"

Stand: 22.07.2018 15:49 Uhr

In einem eindringlichen Appell hat Papst Franziskus die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, Flüchtlingstragödien im Mittelmeer zu verhindern. Es müsse "entschlossen und schnell" gehandelt werden.

Papst Franziskus hat das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer beklagt und die Staatengemeinschaft dringend zum Handeln aufgerufen. Vor 25.000 Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom forderte das katholische Kirchenoberhaupt ein entschiedenes und schnelles Handeln, damit sich die "dramatischen Nachrichten der vergangenen Wochen über verunglückte, mit Migranten beladene Boote in den Gewässern des Mittelmeeres nicht wiederholen".

In den internationalen Gewässern nahe der libyschen Küste ist die Seenotrettung durch private Helfer und EU-Schiffe weitgehend zum Erliegen gekommen. Die italienische Regierung hatte mehrfach Schiffe mit geretteten Bootsflüchtlingen blockiert und Hilfsorganisationen die Einfahrt in Häfen verwehrt.

Bei der gefährlichen Überfahrt in nicht seetauglichen Booten kamen allein im Juni nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 564 Menschen ums Leben - mehr als in jedem anderen Monat in den vergangenen Jahren.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. Juli 2018 um 14:00 Uhr.

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