Ein Pandabär bestaunzt eine Eistorte. | Bildquelle: AFP

Trauer um "Pan Pan" Ältestes Panda-Männchen gestorben

Stand: 29.12.2016 16:36 Uhr

Der älteste männliche Panda der Welt ist tot. Pan Pan starb im Alter von 31 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie Chinas Zentrum für den Erhalt und die Erforschung von Riesenpandas mitteilte.

Pan Pan - das älteste Pandabären-Männchen der Welt - ist an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Er wurde 31 Jahre alt, was etwa 100 Menschenjahren entspricht, sagte ein Wärter des Tieres der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. In den vergangenen drei Tagen habe sich Pan Pans Zustand rapide verschlechtert, teilte das Panda-Zentrum mit. Der Panda habe sich nicht mehr bewegen und fressen können und das Bewusstsein verloren.

Trauer um Pan Pan

Aus der Mitteilung, die das Schutzzentrum in einem sozialen Online-Netzwerk veröffentlichte, wurde deutlich, wie groß die Trauer über Pan Pans Verlust ist. "Er hat uns für immer verlassen, nachdem sich die Rettungsversuche des medizinischen Personals als vergeblich erwiesen hatten", hieß es. "Wir hoffen, dass es im Himmel kein Leiden durch Krankheit mehr gibt."

Pan Pan war kein Sex-Muffel

Pan Pan war 1985 in der südwestchinesischen Provinz Sichuan in freier Wildbahn zur Welt gekommen. Seit er ein paar Monate alt war, lebte er aber in Gefangenschaft. Sein Name bedeutet "Hoffnung" und tatsächlich entwickelte er sich zum Hoffnungsträger in der Nachzucht der stark gefährdeten Großen Pandas, die als Sex-Muffel bekannt sind. Pan Pan zeugte mehr als 130 Nachkommen und damit ein Viertel aller in Gefangenschaft aufgezogenen Pandas weltweit. Auch seine Kinder pflanzten sich bereits fort.

Pandabär "Pan Pan" und eine Torte aus Eis | Bildquelle: AFP
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Das Foto - aufgenommen am 21. September 2015 - zeigt den Pandabären "Pan Pan". Er schnüffelt an einer Eistorte, die ihm zum 30. Geburtstag geschenkt wurde.

In freier Wildbahn werden Pandas etwa 20 Jahre alt, in Gefangenschaft leben sie in der Regel länger. Der älteste Panda der Welt ist laut Xinhua das 36-jährige Weibchen Basi.

Zahl der Pandas gestiegen

In freier Wildbahn leben nicht einmal mehr 2000 Pandabären. Ihr Bestand wird insbesondere durch die Zerstörung ihres Lebensraumes gefährdet. Um die Art zu retten, stellte China hohe Summen bereit und richtete etwa ein Dutzend Naturschutzgebiete ein.

Die Mühen machten sich nach Angaben der chinesischen Behörden bezahlt: Die Zahl der Pandas wuchs von 2003 bis 2013 um 16,8 Prozent auf 1864 Tiere.

Über dieses Thema berichtete Panorama beim Rbb am 17. November 2016 um 21:52 Uhr.

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