Schwerer Anschlag in der Region Mastung in Pakistan | Bildquelle: AFP

Pakistan Schwerer Anschlag mitten im Wahlkampf

Stand: 14.07.2018 10:16 Uhr

In Pakistan wird der Wahlkampf von Gewalt überschattet. Beim schwersten Anschlag seit 2014 griff ein Selbstmordattentäter den Politiker einer säkularen Partei an. Die Polizei spricht inzwischen von 140 Toten.

Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag in Pakistan ist die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben auf mindestens 140 gestiegen. Weitere 200 Menschen wurden verletzt, als sich ein Selbstmordattentäter am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Region Mastung in der Südprovinz Balutschistan in die Luft sprengte. Ein Vertreter des Krankenhauses in der Provinzhauptstadt Quetta sagte, man befürchte, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte. Viele der Verletzten befänden sich in einem kritischen Zustand.

Der Selbstmordattentäter habe den Politiker Siraj Raisani angegriffen, der sich für die säkulare Awami-Partei Balutschistans um einen Sitz im Provinzparlament beworben habe, teilte der Übergangsinnenminister der Provinz Balutschistan, Agha Umar Bungalzai, mit. Raisani sei in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.

Sowohl die Terrormiliz "Islamischer Staat" als auch eine pakistanische radikalislamische Talibangruppe reklamierten den Anschlag für sich. Ähnlich viele Tote gab es zuletzt im Dezember 2014 bei einem Angriff der Taliban auf eine Armeeschule in Nordpakistan. Damals starben rund 150 Menschen, die meisten Kinder.

Dutzende Tote bei Bombenanschlag auf Wahlkampfveranstaltung
tagesschau 20:00 Uhr, 14.07.2018, Sibylle Licht, ARD Neu-Delhi

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Weitere tödliche Anschläge

Bei einer weiteren Bombenexplosion nahe der Kundgebung eines ranghohen Politikers einer islamistischen Partei wurden am Freitag vier Menschen getötet. Die Explosion habe auf den Kandidaten Akram Khan Durrani abgezielt, der nicht verletzt worden sei, teilte der örtliche Polizeichef mit.

Durrani tritt bei den Wahlen gegen den beliebten Ex-Abgeordneten Imran Khan an. Khan, der neuer Premierminister werden will, verurteilte den Angriff auf seinen Rivalen. Es scheine eine Verschwörung zu geben, die Wahl zu sabotieren, twitterte er. Am 25. Juli wählen mehr als 100 Millionen wahlberechtigte Pakistaner eine neue Nationalversammlung sowie Provinzparlamente.

Vor einigen Tagen hatte ein Selbstmordattentäter im Auftrag der islamistischen Taliban den säkularen Politiker Haroon Ahmed Bilour und 20 weitere Personen bei einer Kundgebung in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar getötet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Juli 2018 um 19:00 Uhr.

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