Reaktion auf Militärübung von Südkorea Nordkorea feuert Raketen ab

Stand: 02.03.2015 08:13 Uhr

Wieder eine Herausforderung für den Frieden in Korea: Die jährlich durchgeführten Militärübungen von Südkorea und den USA sind dem Norden ein Dorn im Auge. Nordkorea testete deshalb wieder Kurzstreckenraketen und drohte mit Angriffen.

Kurz vor gemeinsamen Militärübungen Südkoreas mit den USA hat Nordkorea zwei Kurzstreckenraketen getestet. Sie seien am Montagmorgen (Ortszeit) an der nordkoreanischen Westküste gezündet worden, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit.

Nordkorea testet Kurzstreckenraketen als Reaktion auf südkoreanisches Manöver
tagesschau24 09:15 Uhr, 02.03.2015, Jan-Erik Palm, ARD-aktuell

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Die Raketen hätten eine Reichweite von etwa 500 Kilometern gehabt, ehe sie vor der Ostküste im Meer landeten, sagte ein Sprecher in Seoul. Er bezeichnete die Abschüsse als "bewaffneten Protest" gegen den Beginn von US-südkoreanischen Manövern und eine Herausforderung für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel.

USA und Südkorea beginnen Übungen

Solche Tests von Raketen und Artillerie durch Nordkorea sind nicht ungewöhnlich, fallen jedoch diesmal mit dem Beginn von alljährlich durchgeführten gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkorea zusammen. Diese wollen Washington und Seoul bis Ende April abhalten. Ungeachtet der Proteste aus Nordkorea begannen die USA und Südkorea damit. Beide Seite wiesen Vorwürfe zurück, die jährlichen Übungen dienten der Vorbereitungen eines Angriffs.

Pjöngjang hält sie hingegen für eine Vorbereitung einer Invasion in den Norden. "Das einzige Mittel, mit der Aggression und dem Krieg der US-Imperialisten und ihren Anhängern fertig zu werden, ist weder Dialog noch Frieden", sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Militärs staatlichen Medien zufolge in einer Erklärung. Stattdessen sollten ihnen "erbarmungslose Angriffe" blühen.

Er sagte weiter, die Übungen dienten dazu, Pjöngjang einzunehmen und die nordkoreanische Führung zu stürzen.

Unstimmigkeiten über möglichen Gipfel

70 Jahre nach der Teilung hatten die beiden rivalisierenden koreanischen in diesem Jahr die Möglichkeit in den Raum geworfen, einen dritten Gipfel zwischen ihren Führern abzuhalten. Über dessen Modalitäten hatte es jedoch in den vergangenen Wochen Unstimmigkeiten gegeben.

Die koreanische Halbinsel bleibt formal betrachtet in einem Kriegszustand, weil der Koreakrieg von 1950 bis 1953 nicht in einem Friedensabkommen, sondern lediglich in einem Waffenstillstand geendet war. Rund 28.500 US-Soldaten sind als Abschreckung in Südkorea stationiert.

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