Die vom Generalstab Südkoreas veröffentlichte Aufnahme zeigt den Start einer Hyunmoo-2-Rakete in Südkorea. | Bildquelle: dpa

Nach Nordkoreas Test Südkorea antwortet mit Militärübung

Stand: 04.09.2017 01:47 Uhr

Als Reaktion auf den angeblichen Wasserstoffbomben-Test Nordkoreas hat Südkorea eine Militärübungen abgehalten - und einen Angriff auf das nordkoreanische Testgelände simuliert. US-Präsident Trump bekräftigte seine Drohungen gegenüber dem Regime in Pjöngjang.

Südkorea hat mit einer Militärübung auf den angeblichen Test einer Wasserstoffbombe durch Nordkorea reagiert. Dabei seien Angriffe auf die Region im Norden simuliert worden, wo das Testgelände liege, erklärte das Büro des Stabschefs. Gegenstand der Übung sei auch der Einsatz von Langstrecken- und ballistischen Raketen gewesen.

Zuvor hatten die USA Nordkorea mit einer militärischen Antwort gedroht. Washington werde jede Bedrohung seines Territoriums oder seiner Verbündeten durch Nordkorea mit einer "massiven militärischen Reaktion" beantworten, sagte Verteidigungsminister James Mattis. Gleichzeitig betonte er, Ziel der USA sei nicht die "totale Vernichtung" Nordkoreas.

Reaktionen auf mutmaßlichen Wasserstoffbomben-Test
tagesschau 12:00 Uhr, 04.09.2017, Uwe Schwering, ARD Tokio

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Trump droht dem Norden

US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Entschlossenheit, das eigene Land und Verbündete zu verteidigen - "mit der vollen Bandbreite der zur Verfügung stehenden diplomatischen, konventionellen und nuklearen Kapazitäten". Trump erklärte das dem Weißen Haus zufolge in einem Telefongespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe.

Beide hätten Nordkoreas "anhaltende destabilisierende und provozierende Aktionen" verurteilt, die "eisenharten" beiderseitigen Verteidigungsverpflichtungen bekräftigt und eine weitere enge Zusammenarbeit vereinbart. Trump hatte bereits eine militärische Reaktion nicht ausgeschlossen: "Wir werden sehen", antwortete Trump auf entsprechende Fragen in Washington.

Der Konflikt mit Nordkorea heizt sich seit Monaten auf. Am Dienstag hatte Nordkorea erneut eine Mittelstreckenrakete getestet. Die Rakete flog über den Norden Japans. Seither wird bereits über neue Sanktionen diskutiert.

Auch Kritik aus Peking

Chinas Führung spielt dabei eine wichtige Rolle, weil rund 90 Prozent des Handels mit Nordkorea über die Volksrepublik laufen. Die jüngsten Raketentests und der Atomtest haben aber auch Peking zunehmend frustriert. "Hören Sie auf mit fehlgeleiteten Aktionen, die die Situation verschlechtern", hieß es in einer Erklärung aus dem chinesischen Außenministerium.

Der Atomtest war der bisher stärkste Nordkoreas. Erste Hinweise gab ein Erdbeben der Stärke 6,3 im Nordosten, wo auch schon frühere Nuklearversuche unternommen worden waren. Das Beben war in Südkorea und in Nordostchina spürbar. Chinas Erdbebenamt meldete ein zweites Erdbeben der Stärke 4,6. Chinas Umweltbehörden konnten keine auffällige radioaktive Strahlung in den Grenzprovinzen messen.

Der mutmaßliche Wasserstoffbomben-Test war auch in Deutschland registriert worden. In einer Messstation im Bayerischen Wald seien elf Minuten und 36 Sekunden nach der Explosion seismische Signale der Explosion auf dem 8200 Kilometer entfernten nordkoreanischen Testgelände registriert worden, teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover mit.

UN-Sicherheitsrat kündigt Sondersitzung an

UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete den Test als "eine weitere schwerwiegende Verletzung" internationaler Abkommen. Nordkorea sei das einzige Land, das die Normen gegen Atomtests verletze, ließ er einen Sprecher mitteilen. Er rief die Führung Pjöngjangs dazu auf, sich an ihre internationalen Verpflichtungen zu halten und derartige Handlungen einzustellen.

Der UN-Sicherheitsrat kündigte an, am Montag zu einer Sondersitzung zusammenzukommen, um über eine Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomtest zu beraten. Das Treffen finde auf Antrag der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Japans und Südkoreas statt, erklärten Diplomaten.

Über dieses Thema berichteten die Tagesthemen am 03. September 2017 um 22:55 Uhr.

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