Pressekonferenz der New Yorker Polizei, bei der Sayfullo Saipov als mutmaßlicher Attentäter genannt wurde. | Bildquelle: AFP

Terror in New York Mutmaßlicher Täter hatte Verbindung zum IS

Stand: 01.11.2017 13:49 Uhr

Immer mehr Details werden zum Anschlag in Manhattan bekannt. Der 29-jährige mutmaßliche Attentäter wanderte vor sieben Jahren aus Usbekistan in die USA ein und lebte zuletzt in New Jersey. Offenbar stand er in Verbindung zur Terrormiliz "Islamischer Staat".

Der Attentäter von New York hat nach Angaben von US-Behörden in Verbindung zur Terrormiliz "Islamischer Staat" gestanden. Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, sagte dem Fernsehsender CNN, der aus Usbekistan stammende Mann sei mit dem IS "verknüpft" gewesen. Er habe sich in den Vereinigten Staaten radikalisiert. Der 29-Jährige hatte in Manhattan mit einem Kleintransporter acht Menschen getötet und mindestens elf weitere verletzt.

Immer mehr Informationen werden über den mutmaßlichen Täter bekannt. Der Mann stamme den Behörden zufolge aus dem überwiegend muslimisch geprägten Usbekistan, teilten die Behörden mit. Sie bestätigten damit entsprechende Medienberichte. Nach Polizeiangaben soll der Mann mit einem Kleintransporter auf einem Radweg zahlreiche Menschen niedergefahren haben und dann in einen Schulbus gerast sein. Das Fahrzeug soll er zuvor gemietet haben.

Ein Polizist hatte dem Mann in den Bauch geschossen. Danach wurde er er festgenommen, in eine Klinik gebracht und operiert. Die Behörden gehen von einem Einzeltäter aus.

Michael Götschenberg, ARD-Terrorismus-Experte, über den Attentäter
tagesschau24 15:00 Uhr , 01.11.2017

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Einwanderungsstatus zunächst nicht klar

Weil die Ermittler den Anschlag als Terrorakt einstufen und die Untersuchungen noch am Anfang stehen, wurden nur wenige Informationen bekanntgegeben. So schweigt die Polizei offiziell über die Identität des Mannes.

Aus Ermittlerkreisen verlautete, der mutmaßliche Attentäter sei kein US-Bürger, sein Einwanderungsstatus sei bislang nicht klar. Anderen Informationen zufolge wanderte der Mann vor sieben Jahren in die USA ein und lebte legal mit einer Green Card in dem Land.

Attentäter von New York stand offenbar in Verbindung zum IS
tagesschau 16:00 Uhr , 01.11.2017, Markus Schmidt, ARD New York

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Auf Englisch verfasste Notiz

Nach der Tat stieg der Fahrer aus dem Fahrzeug und rief "Allahu Akbar", arabisch für "Gott ist groß", wie die Polizei bestätigte. Dann hielt er zwei Waffen hoch, die sich später als eine relativ ungefährliche Paintballpistole und ein Luftgewehr herausstellten.

Der US-Nachrichtensender CNN meldete unter Berufung auf eine Polizeiquelle, in dem Fahrzeug sei eine auf Englisch verfasste Notiz gefunden worden. In ihr heiße es, die Tat sei im Namen der Terrormiliz "Islamischer Staat" verübt worden. Andere Medien hatten von einer arabischen Notiz berichtet. Eine offizielle Bestätigung gibt es für die Berichte nicht.

Der Ort des Anschlags in Lower Manhattan ist auch am Abend noch weiträumig abgesperrt. | Bildquelle: AP
galerie

Der Ort des Anschlags in Lower Manhattan war am Abend weiträumig abgesperrt.

Ermittlungen in anderem Zusammenhang

Die Bundesbehörden seien auf den Mann im Zusammenhang mit anderen Ermittlungen aufmerksam geworden, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf drei Insider. Worum es dabei ging, schrieb sie nicht. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, wollte sich dazu nicht äußern. "Es ist zu früh, um eine konkrete Antwort zu geben", sagte er auf einer Pressekonferenz.

Lkw-Fahrer in New Jersey

Der mutmaßliche Täter wurde im Februar 1988 geboren. Nach seiner Einreise in die USA lebte er vermutlich in Ohio, Florida und New Jersey. Ein usbekischer Einwanderer, der den Mann vor einigen Jahren in Florida traf, sagte der "New York Times", dieser sei dort Lkw-Fahrer gewesen. In New Jersey habe er dann für den Fahrdienstvermittler Uber gearbeitet, sagte Kobiljon Matkarov der Zeitung. "Er war ein sehr guter Mann, als ich ihn kannte", sagte Matkarov. "Er mochte die USA. Er schien mir sehr glücklich zu sein. Er wirkte überhaupt nicht wie ein Terrorist, aber ich konnte natürlich nicht in ihn hineinschauen."

Die "Times" berichtete, der mutmaßliche Täter habe in Paterson in New Jersey gelebt, rund 40 Kilometer vom Ort des Anschlags entfernt. Am Mittwochmorgen riegelte die Polizei dort ein Gebiet ab. Paterson ist bekannt für seine große Einwandererzahl. Rund 25.000 bis 30.000 der 150.000 Einwohner sind Muslime.

Viele Tote aus Argentinien

Mindestens acht Menschen kamen bei dem Anschlag ums Leben rund ein Dutzend weitere wurden verletzt. Das argentinische Außenministerium bestätigte, dass sich unter den Opfern fünf seiner Staatsangehörige befänden. Er sei geschockt von dem Vorfall in New York, sagte der argentinische Außenminister Jorge Faurie. Das Land trauere mit den betroffenen Familien, erklärte das Ministerium. Demnach stammten die Opfer aus der Stadt Rosario und seien befreundet gewesen.

Unter den Toten ist nach Angaben der New Yorker Feuerwehr auch ein deutscher Staatsbürger.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. November 2017 um 09:00 Uhr.

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