Sturm in Neuseeland | Bildquelle: dpa

Hunderte ohne Strom Schwerer Sturm erreicht Neuseeland

Stand: 13.04.2017 13:04 Uhr

Entwurzelte Bäume, Überschwemmungen, Stromausfälle: Auf Neuseeland kommt der möglicherweise schwerste Sturm seit 50 Jahren zu. Einige Küstengemeinden wurden vorsorglich evakuiert.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde fegt ein Sturm über Neuseeland, der sich zum schwersten seit 50 Jahren entwickeln könnte. Der Sturm "Cook" entwurzelte zahlreiche Bäume und sorgte für Überschwemmungen. Mehrere Hundert Häuser waren wegen gekappter Leitungen vom Strom abgeschnitten. Mehr als 130 Schulen und Universitäten blieben sicherheitshalber geschlossen. Strände wurden gesperrt, weil bis zu fünf Meter hohe Wellen erwartet wurden.

Einige Küstengemeinden im Norden Neuseelands wurden vorsorglich evakuiert. Zunächst war die Nordinsel betroffen. Auf der Südinsel richten sich die Bewohner darauf ein, dass der Sturm am Freitag über sie hinwegfegt. Die Armee wurde für Hilfsmaßnahmen hinzugezogen. Der Wetterdienst warnte, die Menschen müssten sich neben Stromausfällen auch auf möglicherweise abgedeckte Dächer und umstürzende Bäume einstellen.

Zahlreiche Flüge wurden gestrichen

Dem Wetterdienst zufolge könnte der Sturm der stärkste seit Ex-Zyklon "Giselle" im Jahr 1968 werden. Damals war eine Fähre von dem Sturm auf Felsen im Hafen von Wellington getrieben worden - 53 Menschen kamen dabei ums Leben. 

Die neuseeländischen Behörden befürchten wegen des Osterwochenendes besonders volle Straßen. Die Verkehrsbehörde forderte die Menschen auf, auf Autofahrten möglichst zu verzichten. An Flughäfen auf der Nordinsel wurden vorsorglich zahlreiche Flüge gestrichen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 13. April 2017 um 10:44 Uhr

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