Mumien | Bildquelle: AFP

Ausgrabungen in Ägypten Mindestens 17 Mumien entdeckt

Stand: 13.05.2017 17:40 Uhr

Archäologen haben an einer Ausgrabungsstätte in Ägypten mindestens 17 Mumien entdeckt. Die menschlichen Überreste sollen etwa 2000 Jahre alt sein. Experten gehen davon aus, dass in der Region noch weitere Gräber gefunden werden.

Bei Grabungen in Mittelägypten haben Archäologen mindestens 17 Mumien entdeckt. Die menschlichen Überreste wurden in freigelegten Katakomben in der Provinz Minja entdeckt, teilte das ägyptische Antiken-Ministerium mit. Einige seien noch vollständig intakt. Die Provinz liegt etwa 260 Kilometer südlich von Kairo.

Außerdem seien Särge aus Stein und Ton, antike Inschriften und auch Tiergräber in dem drei Kilometer langen, unterirdischen Gewölbe gefunden worden. Die Mumien sollen aus der griechisch-römischen Zeit in Ägypten stammen, die von 332 v. Chr. bis 395 n. Chr. reicht.

Antikeminister Chaled al-Anani sagte, es sei davon auszugehen, dass in der Gegend noch weitere Gräber gefunden werden. In dem Dorf Tuna al-Gabal, wo die Mumien gefunden wurden, gibt es bereits eine große Nekropole mit Gräbern. Dort wurden aber bisher vor allem beigesetzte Tiermumien gefunden.

Mumien | Bildquelle: AFP
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Der ägyptische Antikeminister Chaled al-Anani bei der Präsentation der Mumien.

Hoffen auf mehr Touristen

Erst Mitte April fanden Archäologen in einer 3500 Jahre alten Grabkammer acht Mumien, farbenprächtige Holzsarkophage sowie rund 1000 Tonfigürchen als Grabbeigabe.

Die ägyptischen Behörden hatte in den vergangenen Jahren eine Reihe ehrgeiziger archäologischer Projekte angestoßen - auch in der Hoffnung, neue Entdeckungen könnten mehr Touristen anlocken. Unter anderem suchten sie im Grab von Tutanchamun nach einer geheimen Kammer, in der die Mumie seiner Stiefmutter Nofretete vermutet wurde.

Über dieses Thema berichtete WDR5 am 16. Mai 2017 um 15:05 Uhr

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