Rettungskräfte in Mexiko-Stadt | Bildquelle: dpa

Starke Erschütterungen "Jahrhundert-Beben" trifft Mexiko

Stand: 08.09.2017 22:55 Uhr

Mitten in der Nacht werden rund 50 Millionen Mexikaner von einem starken Erdbeben aus dem Schlaf gerissen. Mexikos Präsident Peña Nieto sprach vom schwersten Beben seit einem Jahrhundert. Die Stärke lag zwischen 8,1 und 8,2. Mindestens 58 Menschen wurden getötet.

Vor der Südküste Mexikos hat sich am späten Abend ein schweres Erdbeben ereignet, das in Teilen Mittelamerikas zu spüren war - am stärksten in Mexiko. Dort wurden mindestens 58 Menschen getötet, wie staatliche Behörden mitteilten. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Die Zahlen könnten noch steigen. Die Opferzahl basiert auf Angaben aus allen Bundesstaaten.

Mexikos Präsident Peña Nieto spricht vom "stärksten Erdbeben innerhalb eines Jahrhunderts"
tagesthemen 21:45 Uhr, 08.09.2017, Thomas Aders, SWR

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Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto sprach vom stärksten Beben seit einem Jahrhundert. Mindestens 50 Millionen Menschen in seinem Land spürten die Erschütterungen. "Es handelt sich um ein Beben großen Ausmaßes", sagte Peña Nieto in einem Fernsehinterview. Es habe insgesamt 42 Nachbeben gegeben - das stärkste wurde mit 6,1 angegeben. Der Präsident war umgehend zum Katastrophenzentrum des Landes gefahren.

"Das Haus bewegte sich wie Kaugummi"

Im Bundesstaat Chiapas wurden in San Cristobal zwei Frauen von Trümmern erschlagen. "Das Haus bewegte sich wie Kaugummi und das Licht und Internet sind vorübergehend ausgefallen", sagte ein Bewohner nahe der Stadt San Cristobal.

In der Hunderte Kilometer entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt rannten Bewohner verängstigt auf die Straßen. Im Flughafen zerbrachen Fenster, in einigen Gegenden fiel der Strom aus. Alarmsignale waren zu hören, Helikopter kreisten über der Metropole.

Tsunamiwarnung ausgesprochen

In Chiapas und im Bundesstaat Oaxaca riefen die Behörden die Bewohner in Küstennähe dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen, da mit einem Tsunami gerechnet werden musste. Der Katastrophenschutz des Landes warnte vor mehr als vier Meter hohen Wellen. Bisher wurden jedoch nur etwa einen Meter hohe Wellen gemessen.

Der Prognose des Pazifik-Tsunamiwarnzentrum zufolge sind in Ecuador, El Salvador und Guatemala Wellen von einem Meter Höhe oder weniger möglich. Für den US-Staat Hawaii und den westlichen und südlichen Pazifik gab es keine Tsunamigefahr.

Unterschiedliche Angaben zur Stärke des Bebens

Wie schwer das Erdbeben war, darüber gibt es unterschiedliche Angaben: Die US-amerikanischen Erdbebenwarte USGS bezifferte die Erschütterungen auf 8,1 - auch das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam geht von Erschütterungen der Stärke 8,1 aus. Die mexikanischen Seismologen sprachen von einem Beben der Stärke 8,2.

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Schweres Erdbeben vor Mexiko

Menschen stehen auf einer Straße in Mexiko-Stadt

Eines der bisher schwersten Erdbeben hat Mexiko erschüttert. Mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen, liefen die Menschen teilweise in Schlafanzügen auf die Straße - so wie hier in Mexiko-Stadt. | Bildquelle: AFP

Das Beben ereignete sich 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in einer Tiefe von 19 Kilometern. Nach Angaben des Seismologischen Instituts in Mexiko könnte es sich um das stärkste dort bisher gemessene Erdbeben handeln.

Auch aus dem benachbarten Guatemala wurden Verletzte gemeldet. Den Behörden zufolge hatte das Beben eine Stärke von 7,7.

Die betroffene Region liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird. Im September 1985 wurde Mexiko von einem Erdbeben der Stärke 8,1 getroffen. Dabei wurden große Teile der Hauptstadt Mexiko-Stadt zerstört, bis zu 40.000 Menschen starben. Nach der Naturkatastrophe verschärften die Behörden die Bauvorschriften und führten ein Warnsystem ein.

Über dieses Thema berichtete das Morgenmagazin am 08. September 2017 um 08:56 Uhr.

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