Strandzugang in Hurghada | Bildquelle: REUTERS

Messerangriff in Hurghada Todesopfer sind zwei Deutsche

Stand: 15.07.2017 12:23 Uhr

Zwei Tote, vier Verletzte: Das ist die Bilanz des Messerangriffs eines Mannes am Strand des ägyptischen Badeortes Hurghada. Die Getöteten stammen Sicherheitskreisen zufolge aus Niedersachsen. Das Auswärtige Amt bestätigte die Identität der Opfer.

Die bei einem Messerangriff im ägyptischen Badeort Hurghada getöteten Frauen waren Deutsche und stammen ARD-Informationen zufolge laut deutschen Sicherheitskreisen aus Niedersachsen. Schon am späten Abend berichtete der ägyptische Staatliche Informationsservice (SIS) über die Staatsbürgerschaft der beiden Opfer.

Regierungssprecher Steffen Seibert äußerte sich bestürzt über die Tat. In einer Stellungnahme teilte er mit: "Wir trauern zutiefst um die beiden deutschen Frauen, die in Hurghada hinterhältig ermordet wurden und denken in Anteilnahme an ihre Familien." Außenminister Sigmar Gabriel verurteilte den tödlichen Angriff als "feiges Verbrechen". Er sei darüber "sehr bestürzt", teilte das Auswärtige Amt mit. "Mein tiefes Beileid den Familien der Ermordeten", so der SPD-Politiker.

Das Auswärtige Amt in Berlin hatte zuvor den Tod der beiden Frauen bestätigt. "Wir haben nunmehr die traurige Gewissheit, dass zwei deutsche Urlauberinnen bei dem Angriff in Hurghada ums Leben gekommen sind", sagte eine Ministeriumssprecherin am Morgen. Nach allem, was bislang bekannt sei, sollte die Tat gezielt ausländische Touristen treffen.

Stefan Maier, ARD Kairo, zum Ablauf des Messerangriffs
nachtmagazin 0:55 Uhr, 15.07.2017

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"Feige und niederträchtige Tat"

ARD-Korrespondent Stefan Maier berichtete im Nachtmagazin, dass der Angreifer vier weitere Frauen bei seinem Angriff verletzt habe. Er soll - bereits mit dem Messer bewaffnet - von einer öffentlichen Badeanlage zum Strandabschnitt einer Hotelanlage geschwommen sein. Dort habe er seine Opfer dann angegriffen, ehe er überwältigt werden konnte. Sein Motiv konnte bislang nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Das Auswärtige Amt verurteilte den folgenschweren Messerangriff in scharfer Form. "Diese feige und niederträchtige Tat, die sich gezielt gegen Urlauber gerichtet zu haben scheint, die einfach nur eine unbeschwerte und erholsame Zeit am Meer verbringen wollten, verurteilen wir auf das Schärfste", sagte ein Sprecher des Ministeriums. "Wir trauern mit den Familien der Opfer und hoffen, dass alle, die bei dem Angriff verletzt worden sind, rasch und vollständig wieder gesund werden."

Der Konsul der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Kairo sowie ein Beamter des Bundeskriminalamtes wurden nach dpa-Informationen noch in der Nacht in Hurghada erwartet. Unter anderem sollen sie demnach den Tatort besichtigen und die Rückführung der Leichen in die Wege leiten.

Sicherheitsleute transportieren den festgenommenen Messerattentäter von Hurghada ab | Bildquelle: REUTERS
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Sicherheitsleute transportieren den festgenommenen Messerattentäter von Hurghada ab

Hurghada bei deutschen Urlaubern beliebt

Hurghada ist neben Scharm el Scheich das größte ägyptische Touristenzentrum am Roten Meer. Seit den 1980er-Jahren sind mehr als 250 Hotelanlagen in dem früheren Fischerdorf entstanden. Die Ferienregion ist auch bei deutschen Urlaubern beliebt.

Der Tourismus in Ägypten war durch die Unruhen der vergangenen Jahre nahezu völlig in sich zusammengebrochen und hatte sich gerade erst vorsichtig erholt. Der letzte Angriff auf Urlauber ereignete sich im Januar vergangenen Jahres - ebenfalls eine Messerattacke in Hurghada, doch die Touristen wurden damals nur leicht verletzt.

Zwei Deutsche bei Messerattacke in Hurghada getötet
A. Osius, ARD Kairo
15.07.2017 07:18 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 14. Juli 2017 um 00:56 Uhr.

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