John McCain | Bildquelle: AP

Russische Hackerangriffe? McCain stellt sich gegen Trump

Stand: 19.12.2016 12:01 Uhr

Hat Russland mit Hackerangriffen die US-Wahl beeinflusst? Lächerlich, sagt Trump, doch es gibt auch andere Meinungen. Der republikanische US-Senator McCain glaubt an eine Einmischung aus Moskau. Ein spezielles Komitee solle ermitteln.

Der republikanische Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain hat sich hinter die Forderung der Demokraten zur Bildung eines Ermittlungskomitees zum vermuteten russischen Einfluss auf die US-Wahl gestellt. "Wir müssen der Sache auf den Grund gehen", sagte der Senator von Arizona gegenüber CNN. Es gebe keinen Zweifel daran, dass Russland sich mit Hackerangriffen eingemischt habe, sagte McCain.

Ein speziell ausgewähltes Komitee sei notwendig, um "exakt herauszufinden, was getan wurde und was die Folgen der Angriffe waren, besonders wenn sie einen Effekt auf unsere Wahl hatten". Damit bezieht McCain einmal mehr Stellung gegen den gewählten Präsidenten Donald Trump, aber auch gegen den republikanischen Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell. Der bevorzugt den Vorschlag, dem Geheimdienstausschuss die Hoheit bei den Untersuchungen zu geben.

CIA glaubt an russische Einflussnahme

Seit Monaten kursiert die CIA-Einschätzung, wonach der russische Geheimdienst hinter Hackerangriffen auf E-Mails der Parteiführung der US-Demokraten stecken könnte. Zudem gab es Cyberattacken auf E-Mails von John Podesta, den Wahlkampfmanager der später unterlegenen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Dabei erbeutete Nachrichten landeten bei der Enthüllungsplattform Wikileaks. Trump bezeichnete Berichte über russische Hackerangriffe als lächerlich.

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