Theresa May | Bildquelle: AP

May beim Tory-Parteitag Brexit - war da was?

Stand: 04.10.2017 16:52 Uhr

Es dauerte lange, bis die britische Premierministerin May auf den Brexit zu sprechen kam. Der ginge zur Not auch ohne Vertrag, erklärte sie beim Tory-Parteitag. Für Aufsehen sorgte - neben Mays Husten - ein Comedian.

Von Jens-Peter Marquardt, ARD-Studio London

Erst nach einer knappen halben Stunde kam die Premierministerin auf das Thema zu sprechen, das die größte Herausforderung für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg darstellt: "Unsere erste und wichtigste Pflicht ist es, den Brexit hinzubekommen", sagte Theresa May. "Das Volk hat so entschieden. Wir folgen dieser Anweisung. Großbritannien wird die Europäische Union im März 2019 verlassen."

Vor zwei Wochen hatte May in einer Rede in Florenz Zugeständnisse an die EU gemacht. Und sie hatte weitere Zahlungen in den EU-Haushalt angeboten. Sie wollte damit die zähen Verhandlungen in Brüssel in Schwung bringen. Jetzt zeigte sie sich enttäuscht, dass das bisher nicht gelungen ist.

Mays verpatzte Abschlussrede
tagesschau24 11:30, 05.10.2017, Julie Kurz, ARD London

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Wunsch nach tiefer Zusammenarbeit

"Ich weiß, dass die Verhandlungen manchmal frustrierend sind", führte sie in ihrer Rede aus. "Aber wenn wir diese Verhandlungen im Geiste von Freundschaft und Zusammenarbeit angehen, dann werden wir ein Abkommen erreichen, das Großbritannien und gleichermaßen Europa dient. Eine tiefe und besondere Zusammenarbeit - das ist unser Ehrgeiz und unser Angebot. Ich freue mich, wenn dieses Angebot eine positive Antwort findet." Ganz sicher ist sich die Premierministerin da aber nicht. Die britische Regierung bereite sich auch auf den Fall vor, dass die Verhandlungen in Brüssel scheiterten, erklärte sie.

Immerhin: Eine gute Nachricht hatte May für die mehr als drei Millionen verunsicherten EU-Bürger, die vom Kontinent gekommen sind und jetzt in Großbritannien leben. "Wir schätzen Ihren Beitrag zu dem Leben unseres Landes. Sie sind hier willkommen! Und ich fordere die Verhandlungsdelegationen auf, in dieser Frage schnell eine Übereinkunft zu erzielen. Denn wir wollen, dass Sie bleiben!"

An diesem Punkt hatten bereits die Probleme begonnen: Immer wieder musste May ihre Rede, von Hustenanfällen geplagt, unterbrechen. Sie versuchte es mit Wasser und einem Hustenbonbon, das der Finanzminister ihr reichte. Doch so richtig half weder das Eine noch das Andere.

Theresa May | Bildquelle: REUTERS
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Theresa May kämpft mit einem Bonbon gegen den Husten.

Comedian überreichte Kündigungsschreiben

Kurz zuvor hatte es bereits einen Zwischenfall gegeben: Ein Comedian stürmte auf die Bühne, reichte der Premierministerin ein "Kündigungsschreiben", angeblich im Auftrag von Außenminister Boris Johnson. Der Mann wurde von Ordnern aus dem Saal geführt. Aber der Husten blieb. Und der Eindruck, dass May derzeit wirklich keinen Lauf hat. Sie entschuldigte sich dafür, dass die Konservativen nach der vorgezogenen Unterhauswahl im Juni jetzt ohne Mehrheit im Parlament dastehen.

Ein Comedian überreicht May während ihrer Rede ein Fake-Kündigungsschreiben. | Bildquelle: AFP
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Ein Comedian überreicht May während ihrer Rede ein Fake-Kündigungsschreiben.

Die Premierministerin versuchte, Leidenschaft zu zeigen. Die Leidenschaft, mit der sie für ein besseres Großbritannien kämpfe, gegen die Ungerechtigkeiten in der britischen Gesellschaft, für bessere Bildung, gegen hohe Energiepreise und für mehr erschwingliche Wohnungen. Allein dafür, versprach sie, werde die Regierung zusätzlich zwei Milliarden Pfund bereitstellen. Doch irgendwie drohte auch diese Botschaft, im Husten unter zu gehen.

Julie Kurz, ARD London, zu Mays Pannenrede
tagesschau24 11:30 Uhr, 05.10.2017

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Nach gut einer Stunde war nicht nur sie, sondern auch das Publikum froh, dass sie das Ende ihres Textes noch erreichte. Es sei nicht ihr Stil, vor einer Herausforderung zurückzuschrecken, aufzugeben und zu gehen, sagte May. Die wahre Prüfung für eine Anführerin sei ihre Reaktion auf harte Zeiten. Und dafür bekam sie am Ende kräftigen Beifall.

Tory-Parteitag in Manchester - Mays Rede von Hustenanfällen überschattet
Jens-Peter Marquardt, ARD London
04.10.2017 17:57 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 04. Oktober 2017 MDR aktuell um 17:36 Uhr, NDR Info um 17:50 Uhr und Deutschlandfunk um 18:33 Uhr.

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