James Mattis | Bildquelle: dpa

USA zu Syrien-Konflikt Erst drohen, dann erörtern

Stand: 12.04.2018 19:58 Uhr

Die USA drohen mit einem Militärschlag in Syrien - doch das weitere Vorgehen ist schwer einzuschätzen. US-Verteidigungsminister Mattis sagte, im Weißen Haus würden jetzt alle Optionen erörtert.

Von Marc Hoffmann, ARD-Studio Washington

Im Verteidigungsausschuss des US-Repräsentantenhauses: Eigentlich soll Pentagon-Chef James Mattis zum kürzlich verabschiedeten Budget Rede und Antwort stehen. Aber die Gedanken kreisen auch hier um die explosive Lage rund um Syrien. Was habe man denn nun vor in Syrien, fragen mehrere Angeordnete.

Verteidigungsminister Mattis will sich zu konkreten Plänen nicht äußern. Er erklärte, er persönlich glaube, dass es sich um einen Giftgasangriff am vergangenen Wochenende in der syrischen Rebellenstadt Duma gehandelt habe. Während der französische Präsident Emmanuel Macron erklärt hatte, sein Land könne dies auch belegen, betont Mattis: Die USA hätten bislang keine konkreten Beweise.

Rätseln um Trumps Syrien-Strategie
tagesschau 20:00 Uhr, 12.04.2018, Stefan Niemann, ARD Washington

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"Keine Soldaten am Boden"

"Wir haben keine Soldaten vor Ort am Boden", so der General. Nichtsdestotrotz gebe es eine ganze Reihe von Berichten in den Medien und sozialen Netzwerken, die konkrete Hinweise liefern würden. Die ersten Experten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) werden bereits in Syrien erwartet. Doch wer hinter einem möglichen Giftgasangriff stecke, könnten auch diese Experten nicht herausfinden, meint Mattis.

US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn der Woche eine starke Reaktion angekündigt. Per Twitter kündigte er sogar schon Raketen auf Syrien an. Dann ruderte er - wieder mit einem Tweet - zurück: Ein Militärschlag gegen Syrien könne sehr bald, oder aber überhaupt nicht so schnell kommen.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
Never said when an attack on Syria would take place. Could be very soon or not so soon at all! In any event, the United States, under my Administration, has done a great job of ridding the region of ISIS. Where is our “Thank you America?”

Mattis schweigt

Verteidigungsminister Mattis schweigt zu Trumps Volten. Nur so viel: Es gebe taktische Sorgen, dass bei einem Militärschlag Unschuldige getroffen werden könnten. Es werde alles Menschliche getan, weitere Tote und das Morden in Syrien zu verhindern: "Aus strategischer Sicht besteht die Frage: Wie verhindern wir, dass der Konflikt weiter eskaliert und außer Kontrolle gerät?"

Dennoch sind die meisten in Washington überzeugt: Eine militärische Antwort gegen den syrischen Machthaber Assad werde und müsse kommen. Nach einem ähnlichen mutmaßlichen Giftgasanschlag vor einem Jahr im syrischen Chan Schaichun hatte Präsident Trump mit gezielten Raketenbeschuss auf eine syrische Militärstellung reagiert, was Assad aber offenbar nicht gestoppt hat.

Verteidigungsminister Mattis spricht im Kongressausschuss immer wieder von einer militärisch-politisch komplexen Lage in Syrien. Die USA kämpfen vor Ort mit rund 2000 Soldaten gegen den "Islamischen Staat". In den Bürgerkrieg wolle man sich nicht einmischen. Mattis setzt auf die Vereinten Nationen: "Wir wollen den Krieg durch den sogenannten Genfer Prozess beenden, also auf der Ebene der UN". Auch wenn Russland immer wieder gegen die Friedensbemühungen vorgegangen sei, geben man nicht auf.

Im Zeichen der Syrien-Krise: Verteidigungsminister Mattis gibt keine Details
Marc Hoffmann, ARD Washington
12.04.2018 19:48 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. April 2018 um 20:00 Uhr.

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