Gedenkveranstaltung auf dem Albert Square in Manchester | Bildquelle: AP

Anschlag während Pop-Konzert Manchester trotzt dem Terrorismus

Stand: 23.05.2017 21:41 Uhr

Nach dem Selbstmordanschlag in Manchester mit mindestens 23 Toten konzentriert sich Polizei auf die Frage, ob der mutmaßliche Attentäter alleine handelte oder Teil eines Netzwerkes war. Der Bürgermeister der Stadt, Newman, sprach den Menschen bei einer Gedenkfeier Mut zu.

Mehrere tausend Menschen sind am Abend nach einem Selbstmordattentat mit mindestens 23 Toten auf dem Albert Square im Zentrum von Manchester zu einer Gedenkfeier für die Opfer zusammengekommen. "Wir werden allen Terroristen trotzen", sagte Bürgermeister Eddy Newman in einer kurzen Ansprache vor dem Rathaus.

Newman lobte vor allem die Rettungsdienste und Sicherheitskräfte, die nach der Explosion bei einem Konzert der Popsängerin Ariana Grande am Vorabend schnell zur Hilfe geeilt waren. Bei der Terrorattacke wurden mindestens 22 Menschen sowie der Attentäter getötet. Der Bombenanschlag löste eine Massenpanik junger Konzertbesucher aus. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Tat für sich. Allerdings sagte US-Geheimdienstdirektor Dan Coats, dass die Verbindung zum IS noch nicht verifiziert worden sei.

Brennpunkt: Anschlag in Manchester
Brennpunkt, 23.05.2017

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Blutüberströmt am Boden

Die Explosion hatte sich im Foyer der Konzerthalle ereignet, die bis zu 21.000 Besucher fasst. Zeugen berichteten von einem Knall im Eingangsbereich zwischen Halle und Victoria-Bahnhof gegen 22.30 Uhr. Augenzeugenberichten zufolge spielten sich anschließend dramatische Szenen ab. Besucher flüchteten in Panik, Opfer lagen blutüberströmt am Boden. "Ich sah ein kleines Mädchen, sie hatte keine Beine mehr", sagte ein Zeuge dem Sender Sky News.

Den Behörden zufolge identifizierten die Ermittler den 22-jährigen Salman Abedi als mutmaßlichen Täter. Der Hinweis sei aus den USA gekommen, hieß es. Die Polizei bestätigt nur den Namen des Verdächtigen. In britischen Medien tauchten aber schnell mögliche Details zu dem Mann auf. Er soll 1994 in Manchester geboren sein, Sohn libyscher Flüchtlinge sowie eines von vier Geschwistern gewesen sein. Darüber hinaus ging das Gerücht ging um, der Großteil der Familie sei kürzlich nach Libyen ausgereist.

Situation nach dem Anschlag in Manchester
tagesthemen 22:30 Uhr, 23.05.2017, Julie Kurz, ARD London

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Am Tatort alleine gehandelt

Die Ermittler bestätigten diese Informationen nicht. Sie wollten nach eigenen Angaben zunächst klären, ob Abedi allein gehandelt hat oder Teil eines Terrornetzwerks war. Am Tatort handelte er laut Polizei alleine.

Im Zusammenhang mit dem Anschlag hatte es am Nachmittag weitere Polizeieinsätze in der nordenglischen Stadt gegeben - darunter eine "kontrollierte Explosion", die nach Informationen der Agentur PA am Haus des Verdächtigen stattfand. Darüber hinaus nahmen die Ermittler einen 23-Jährigen fest. Welche Verbindung er zum Attentäter hat, war am Abend noch unklar.

Britischer Wahlkampf unterbrochen

Die britische Premierministerin Theresa May nannte die Tat besonders "abstoßend und abscheulich". In gut zwei Wochen wählen die Briten ein neues Parlament. Der Wahlkampf wurde unterbrochen.

May sagte: "Er hat Zeit und Ort absichtlich so gewählt, um das größtmögliche Blutbad anzurichten." Es gebe keinen Zweifel daran, "dass die Bevölkerung Manchesters und dieses Landes Opfer eines eiskalten terroristischen Angriffs geworden ist", so May, die nachmittags mit Innenministerin Amber Rudd in Manchester ankam. Am Abend teilte sie mit, die Sicherheitsstufe werde von "ernst" auf "kritisch" hochgestuft. Das bedeute, dass ein weiterer Anschlag unmittelbar bevorstehen könne.

An der Gedenkveranstaltung in Manchester nahmen Politiker aller großen Parteien teil - darunter auch der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn, der Chef der Liberaldemokraten, Tim Farron, sowie der Bürgermeister des Großraums Manchester, Andy Burnham.

Merkel äußert sich zum Anschlag in Manchester
tagesschau 20:00 Uhr, 23.05.2017

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Royals gedenken der Opfer

Die britische Königin Elizabeth II. und ihr Ehemann Philip gedachten in London der Opfer von Manchester. Elizabeth II. erklärte, die ganze Nation sei über die vielen getöteten und verletzten Menschen schockiert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, "der mutmaßliche terroristische Anschlag wird nur unsere Entschlossenheit stärken, weiter gemeinsam mit unseren britischen Freunden gegen diejenigen vorzugehen, die solche menschenverachtenden Taten planen und ausführen". Ähnlich äußerte sich der französische Präsident Emmanuel Macron. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Verantwortlichen als "bösartige Verlierer". Chinas Präsident Xi Jinping kondolierte Königin Elizabeth.

Über dieses Thema berichtete der ARD-Brennpunkt am 23. Mai 2017 um 20:15 Uhr.

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