Die Suche nach Flug MH370 ist bislang erfolglos | Bildquelle: AFP

Ergebnis von Gutachtern An der falschen Stelle nach MH370 gesucht?

Stand: 20.12.2016 05:10 Uhr

Seit mehr als zweieinhalb Jahren wird jetzt schon nach dem verschollenen Flug MH370 gesucht - im Januar sollte eigentlich Schluss sein. Doch Gutachter meinen jetzt: Die Suche fand im falschen Gebiet des Indischen Ozeans statt.

Die verschollene Malaysia-Airlines-Maschine liegt wahrscheinlich nicht in dem seit zwei Jahren durchkämmten Suchgebiet im Indischen Ozean. Dies teilte ein internationales Gutachterteam mit. Es sei eher davon auszugehen, dass die vermisste Boeing 777 über einem Areal weiter nördlich abstürzte.

Das Passagierflugzeug war am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf einem Flug von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden. Bisher wurde angenommen, dass Flug MH370 irgendwo südwestlich von Australien in den Indischen Ozean stürzte. Das mögliche Absturzgebiet hat eine Größe von 120.000 Quadratkilometern. Die Unterwassersuche blieb bislang ergebnislos, gefunden wurden bis dato nur an Stränden im Indischen Ozean angespülte mutmaßliche Trümmerteile der Maschine.

Geht die Suche jetzt doch weiter?

Die jüngste Einschätzung zum Schicksal vom MH370 stammt aus einem Bericht der australischen Verkehrssicherheitsbehörde, die die Suche nach dem Passagierflugzeug leitet. Der Report folgte auf ein Treffen australischer und internationaler Experten im November, die erneut alle Daten prüften, anhand derer das Suchgebiet eingegrenzt worden war.

Ihre aktuelle Analyse könnte dazu führen, dass die Suchmission nach der Boeing 777 über Januar 2017 hinaus weitergeht. Bis dahin sollten die Einsatzkräfte die Aktion in der bisherigen Suchzone westlich von Australien eigentlich einstellen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Dezember 2016 um 16:45 Uhr

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