Emmanuel Macron | Bildquelle: AFP

Vorwurf der Günstlingswirtschaft Vorermittlungen wegen US-Reise Macrons

Stand: 14.03.2017 19:06 Uhr

Die französische Justiz hat Vorermittlungen in Zusammenhang mit einer US-Reise des unabhängigen Präsidentschaftskandidaten Macrons aufgenommen. Es geht um den Vorwurf der Günstlingswirtschaft.

Die französische Justiz hat Vorermittlungen im Zusammenhang mit einer US-Reise des damaligen Wirtschaftsministers und jetzigen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron aufgenommen.

Die Pariser Staatsanwaltschaft prüfe unter anderem den Vorwurf der Günstlingswirtschaft, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Das Enthüllungsblatt "Le Canard Enchainé" hatte vor einer Woche berichtet, der Auftritt des damaligen Ressortchefs in Las Vegas am 6. Januar 2016 habe mit über 380.000 Euro zu Buche geschlagen.

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Business France, eine vom Wirtschafts- und Finanzministerium abhängige Einrichtung, habe den Auftrag für die Veranstaltung ohne Ausschreibung an die Werbe- und PR-Agentur Havas vergeben.

Macron werden gute Chancen bei der Wahl eingeräumt

Die Vorwürfe richten sich laut Justizkreisen gegen Business France und Havas. Von Macron war hingegen nicht explizit die Rede. Der Ex-Minister hatte vor einer Woche zu den Vorwürfen gesagt: "Ich habe keine Kenntnis davon gehabt, aber ich glaube nicht, dass es mein Ministerium war, das eine Veranstaltung ohne Ausschreibung organisiert hat."

Der 39-Jährige, der als Unabhängiger antritt, gilt als einer der Favoriten der Wahl, die Ende April beginnen wird. Umfragen geben dem Ex-Minister eine gute Chance, die Rechtspopulistin Marine Le Pen zu schlagen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 14. März 2017 um 19:15 Uhr.

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