Präsidenten Macron und Trump | Bildquelle: REUTERS

Macron bei Trump Plädoyer für Europas Interessen

Stand: 24.04.2018 23:46 Uhr

Frankreichs Präsident Macron hat den Besuch bei Trump genutzt, um sich für die Interessen Europas einzusetzen. Inwieweit ihm das gelungen ist, bleibt abzuwarten.

Von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Beim Thema Iran ist der französischer Präsident Emmanuel Macron in Washington einer Konfrontation aus dem Weg gegangen. Dazu schlug er vor, das Atomabkommen mit Iran beizubehalten und zu erweitern. Der Atomdeal sei nur eine erste Säule, erklärte Macron seinem Gastgeber, US-Präsident Donald Trump: "Wir stellen sicher, dass das bisherige Abkommen mit Iran eingehalten wird und werden es aber auch um drei Punkte ergänzen, die bisher nicht Teil des Vertrags waren."

Macron spricht für die Europäer. Er erwähnt immer wieder Deutschland und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeinsam schlagen sie Trump vor, über Irans Einfluss in der Region zu verhandeln und besonders die Lage in Syrien. Man werde über Teherans Raketenprogramm und noch einmal über Atomwaffen sprechen müssen. Der französische Präsident kommt seinem Gastgeber Trump damit entgegen.

Klares Bekenntnis Trumps gegen Atomdeal

Trump hatte Iran bescheinigt, das Atomabkommen technisch einzuhalten aber gegen den Geist der Abmachung zu verstoßen. Am 12. Mai will er entscheiden, ob US-Sanktionen wieder voll in Kraft treten: "Wir werden sehen, ob ich das umsetze, was einige von mir erwarten: ob es möglich ist, ein neues Abkommen mit stabilem Fundament abzuschließen. Der bisherige Deal steht auf zerfallenen Grundmauern. Ein schlechtes Abkommen. Es war falsch, es abzuschließen."

Trump und Macron - eine wahre "Bromance"?
tagesthemen 22:15 Uhr, 24.04.2018, Claudia Buckenmaier, ARD Washington

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Die Frage ist natürlich, ob Iran sich auf neue Gespräche einlässt. Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif, der gerade in New York Interviews gibt, war am Wochenende in den USA so verstanden worden, dass Iran sein Atomprogramm im vollen Umfang wieder aufnimmt, sollte der bisherige Deal zusammenbrechen. Bei neuen Verhandlungen müsste Trump Iran womöglich etwas für Zugeständnisse anbieten.

Die Frage kann vermutlich auch Macron nicht beantworten. In der Situation scheint es, als spielen die Europäer auf Zeit: "Heute haben wir ein neues Iran-Abkommen diskutieren können, das alle Probleme der Region behandelt. Würden wir nicht so eng zusammenarbeiten, hätte wir das nie erreicht. Das sah man auch vor 15 Tagen." Macron meinte den gemeinsamen Militärschlag auf Ziele in Syrien. Frankreich hatte die USA unterstützt.

Trump und Macron: kein Konsens bei Atomabkommen mit dem Iran
tagesschau 20:00 Uhr, 24.04.2018, Stefan Niemann, ARD Washington

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Beschwichtigung im Handelsstreit

Das zweite große Thema für Europa und damit Präsident Macron sind die drohenden Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium. Präsident Trump wiederholt, dass die Europäische Union die USA bisher unfair behandelt habe. Macron spricht wieder stellvertretend für Europa: "Im weltweiten Handel stehen wir vor gemeinsamen Herausforderungen. Es ist allen bekannt, dass es in einigen Bereichen Überkapazitäten gibt, wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass kein unfairer Wettbewerb entsteht. Aber wir können festhalten, dass wir alle miteinander verbunden sind und internationales Handelsrecht respektieren."

Präsidenten Macron und Trump | Bildquelle: Chris Kleponis/POOL/EPA-EFE/REX/
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Demonstrative Einigkeit sieht anders aus: Macron konnte sich bei Trump mit vielen seiner Vorstellungen nicht durchsetzen.

Macron hat den großen Vorteil, dass Präsident Trump ihn achtet und schätzt. Das zeigt auch der Besuch in Washington wieder: Ein Art Buddy-Kultur zieht im Weißen Haus ein. Trump wirkt entspannt. Ob der US-Präsident im Umgang mit Europäern tatsächlich entspannt ist, wird sich Ende der Woche zeigen: Dann kommt Bundeskanzlerin Merkel nach Washington.

Über dieses Thema berichteten die tagesschau am 24. April 2018 um 17:00 Uhr und die tagesthemen um 22:15 Uhr.

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