Das Foto des französischen Verteidigungsministeriums zeigt einen "Rafal"-Jet auf einer nicht genannten Basis. | Bildquelle: dpa

Bomben auf Ziele in Syrien abgeworfen Luftangriffe als Zeichen der Stärke

Stand: 16.11.2015 08:55 Uhr

Die französische Armee hat Details der Luftangriffe auf Ziele in Syrien bekannt gegeben. Es seien 20 Bomben auf mehrere Ziele in Rakka abgeworfen worden. In Syrien vermutet Premierminister Valls auch die Hintermänner der Terroranschläge von Paris.

Die französische Luftwaffe hat ihre bislang schwersten Angriffe auf Einrichtungen der Terrororganisation "Islamischer Staat" in Syrien geflogen. Zehn Kampfflugzeuge hätten 20 Bomben auf ein Kommandozentrum, ein Rekrutierungszentrum, ein Munitionsdepot und ein Ausbildungslager in Rakka abgeworfen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Rakka gilt als faktische Hauptstadt der Terrorgruppe.

Frankreich startet Luftangriffe auf Syrien
tagesschau 09:00 Uhr, 16.11.2015, Ingrid Bertram, WDR

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Zu Opfern am Boden teilte das Ministerium nichts mit. Die Kampfjets seien gleichzeitig von Basen in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gestartet.

Die Luftangriffe auf Rakka seien in Absprache mit den USA erfolgt. Frankreich hat sich früh der US-geführten Koalition gegen den IS angeschlossen und bekämpft vor allem Ziele im Irak. Nach Recherchen der "New York Times" wurden bisher 270 Bombardements im Irak geflogen - im Vergleich zu vier Angriffen auf Ziele in Syrien. Das erste Mal war die Luftwaffe Ende September gegen Ziele in Syrien vorgegangen.

"Anschläge in Syrien organisiert"

Frankreichs Premier Valls in Calais | Bildquelle: dpa
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Premier Valls vermutet die Hintermänner der Terrorakte in Syrien. (Archiv)

Die französische Regierung vermutet, dass der IS in Syrien für die Terroranschläge in Paris verantwortlich ist. Die Terrorakte seien von dort aus "organisiert" und "geplant" worden, sagte Premierminister Manuel Valls dem Sender RTL. "Wir müssen länger mit dieser Bedrohung leben." Der IS bereite weitere Anschläge vor. "Wir wissen, dass Operationen vorbereitet werden, nicht nur in Frankreich, sondern gegen andere europäische Länder", sagte Valls ohne Details zu nennen.

Der "Islamische Staat" hatte sich zu den Terroranschlägen in Paris bekannt. Die Anschläge seien "Vergeltung" für die Beteiligung der französischen Luftwaffe an Angriffen gegen den IS.

Dänemark denkt über Syrien-Angriffe nach

Nach den Anschlägen in Paris plant nun auch Dänemark, seine Luftwaffe gegen den IS in Syrien einzusetzen. Die Kampfflugzeuge müssten so bald wie möglich der US-geführten Allianz wieder zur Verfügung gestellt werden, sagte der dänische Außenminister Kristian Jensen der Zeitung "Berlingske". Das Mandat solle über den Einsatz im Irak ausgeweitet werden. Dafür ist allerdings die Zustimmung des Parlaments nötig.

Dänemark beteiligt sich mit sieben Flugzeugen am Einsatz gegen den IS im Irak. An den Jets werden derzeit allerdings umfangreiche Wartungsarbeiten durchgeführt. Bisher ist geplant, dass sie wieder ab Mitte 2016 eingesetzt werden sollen.

Auch der britische Premierminister David Cameron forderte vom Parlament Unterstützung für die Beteiligung seines Landes an Luftangriffen in Syrien. "Wir müssen das Parlament überzeugen", kündigte er in der BBC an.

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