Flammen am Hochhaus in London | Bildquelle: AP

Brand in London May kündigt Untersuchung an

Stand: 15.06.2017 03:32 Uhr

Nach dem Hochhausbrand in London ist die Zahl der Todesopfer auf zwölf gestiegen. Premier May kündigte eine sorgfältige Untersuchung an. Viele Fragen sind offen: Was ist die Ursache des Feuers? Gab es Pannen beim Brandschutz? tagesschau.de gibt einen Überblick, was bislang bekannt ist.

Beim Brand eines Londoner Hochhauses sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Toten werde wohl noch steigen: "Leider erwarte ich nicht, dass es noch mehr Überlebende geben wird", sagte Polizeikommandeur Stuart Cundy. Die Bergungsaktionen könnten noch Tage dauern. In Krankenhäusern wurden mehr als 70 Menschen behandelt, 18 von ihnen ging es sehr schlecht.

Mindestens 12 Tote nach Hochhausbrand
Morgenmagazin 05:30 Uhr, 15.06.2017, Mareike Aden, ARD London

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Premierministerin Theresa May reagierte bestürzt und kündigte eine umfassende Untersuchung an. Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach den Opfern und Hinterbliebenen sein Beileid aus. Feuerwehrkommandantin Dany Cotton sprach von einem beispiellosen Brand. In ihren 29 Jahren bei der Feuerwehr sei so etwas noch nie passiert. Die Baufirma Rydon reagierte schockiert auf den Hochhausbrand. Sie war für die Sanierung des Grenfell Towers von 2014 bis 2016 zuständig.

Bürgermeister Sadiq Khan versprach umfassende Aufklärung. "Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden."

Während das Gebäude mehr als zwölf Stunden nach Beginn des Infernos immer noch teilweise brannte, stellen sich Beobachtern viele Fragen:

Was wir wissen

Opfer: Der Brand hat zwölf Menschenleben gekostet. 79 Menschen wurden bis zum Mittag in Krankenhäusern behandelt, 18 von ihnen waren nach Angaben der Rettungskräfte in einem kritischen Zustand. Laut Augenzeugen sprangen einige Menschen aus dem Hochhaus. Die Feuerwehr konnte 65 Menschen vor den Flammen retten. Die Behörden rechnen aber nicht damit, weitere Überlebende aus dem Gebäude retten zu können.

Zeitpunkt: Das Feuer brach am frühen Mittwochmorgen aus. Bei der Feuerwehr ging der erste Notruf um 0.54 Uhr (Ortszeit) ein. Danach breitete sich das Feuer in Windeseile aus.

Einsatz: Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit ersten Löschtrupps bereits nach weniger als sechs Minuten vor Ort. Mehr als 200 Feuerwehrleute waren an der Einsatzstelle. Die Rettungskräfte stellten sich darauf ein, dass der Einsatz noch mehrere Tage dauern wird.

Hintergrund: Nach Angaben von Scotland Yard war der Brand kein Terroranschlag.

Gebäude: Das Hochhaus liegt im Nordwesten Londons im Bezirk Royal Borough of Kensington and Chelsea. Nach Angaben des Stadtbezirks sind in dem Sozialbau 120 Wohnungen. Das Gebäude wurde 1974 errichtet und von 2014 bis 2016 saniert. Dabei wurden neue Wohneinheiten geschaffen, eine neue Heizungsanlage eingebaut und die Außenwand mit einer gedämmten Vorhangfassade versehen.

Was wir nicht wissen

Brandursache: Weshalb es zu dem Feuer kam, ist noch unklar, ebenso wo genau der Brand ausbrach. Spezialisten werden sich der Untersuchung dieser Fragen annehmen, erklärte die Feuerwehr. Medien berichten, eine defekte Waschmaschine habe das Feuer ausgelöst.

Brandschutz: In dem Hochhaus soll es laut Anwohnern bereits in der Vergangenheit Beschwerden über mangelnden Brandschutz gegeben haben. Welche konkreten Sicherheitsvorkehrungen es gab, ist noch unklar.

Bewohner: Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Feuers in dem Hochhaus aufgehalten haben, steht noch nicht fest. In dem Haus sollen viele Familien mit Kindern gelebt haben. Ebenfalls ist offen, ob und wie viele Menschen vermisst werden.

Statik: Nach Angaben der Feuerwehr stellten Statiker fest, dass das Gebäude nicht unmittelbar vom Einsturz bedroht ist. Die Feuerwehr suchte im Gebäude weiter nach eingeschlossenen Menschen.

Zwölf Tote nach Hochhausbrand in London
S. Pieper, ARD London
14.06.2017 19:10 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 14. Juni 2017 die tagesschau um 17:00 Uhr und NDR Info um 18:15 Uhr in den Nachrichten.

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