Blumen als Zeichen der Trauer nach dem Anschlag in London | Bildquelle: AP

Terror in London IS reklamiert Anschlag für sich

Stand: 05.06.2017 01:58 Uhr

Die Ermittlungen nach dem Terroranschlag in London laufen auf Hochtouren. Die Polizei durchsucht derzeit Objekte im Viertel Barking. Es gab zuvor zwölf Festnahmen, eine Person wurde inzwischen freigelassen. Der IS reklamiert den Anschlag für sich.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat die Verantwortung für den Anschlag in London mit sieben Todesopfern übernommen. Das teilte die auf die Beobachtung von Extremistenseiten spezialisierte Site Intelligence Group mit. Die Analysten beriefen sich dafür auf das IS-Sprachrohr Amak, das im Internet ein entsprechendes Schreiben auf Arabisch veröffentlichte.

Der IS hat bereits häufiger die Verantwortung für Taten übernommen, die nicht nur durch Kämpfer der Gruppe ausgeführt wurden, sondern auch, wenn andere durch die Ideologie der Terrormiliz motiviert wurden.

Namen der Attentäter noch nicht öffentlich

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Derzeit durchsucht die Polizei vier Objekte im Viertel Barking in Zusammenhang mit dem Anschlag. Die Namen der drei Attentäter würden veröffentlicht, sobald dies ermittlungstechnisch möglich sei, hieß es.

Hanni Hüsch, ARD London, zu den Hintergründen des Anschlags
tagesthemen 23:25 Uhr, 04.06.2017

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Zuvor waren im Zuge der Ermittlungen zwölf Verdächtige festgenommen worden. Inwieweit sie in den Anschlag verwickelt waren, blieb zunächst unklar. Einer von ihnen wurde inzwischen wieder freigelassen. Die Behörden gingen zwar nicht davon aus, dass es neben den drei erschossenen mutmaßlichen Tätern weitere Angreifer gab, die auf der Flucht sein könnten. Dennoch gebe es "eindeutig mehr zu tun" bei den Ermittlungen, sagte der Antiterrorchef der Londoner Polizei, Mark Rowley.

Vier-Punkte-Plan gegen radikalen Islamismus

Die britische Premierministerin Theresa May kündigte eine härtere Gangart im Anti-Terror-Kampf angekündigt. "Jetzt reicht's", sagte die Regierungschefin in der britischen Hauptstadt. "Wir müssen viel stärker daran arbeiten, ihn zu erkennen und ihn aus dem öffentlichen Dienst und der Gesellschaft auszurotten."

Wenige Tage vor der Parlamentswahl stellte sie zugleich einen Vier-Punkte-Plan vor, der sich auch gegen den radikalen Islamismus richtet. May drang auf eine bessere Überwachung und Regulierung des Internets und von Messenger-Diensten an. Extremisten dürften dort keine Rückzugsorte mehr finden. Sie betonte, dafür brauche es internationale Vereinbarungen. Die Polizeipräsenz soll erhöht werden. Die Wahl soll wie geplant am Donnerstag stattfinden.

Nach dem Terroranschlag in London
tagesthemen 23:25 Uhr, 04.06.2017, Mareike Aden, ARD London

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Mahnwache im Potters Fields Park

Londons Bürgermeister Sadiq Khan rief für heute Abend zu einer Mahnwache im Potters Fields Park auf, um der Opfer des Anschlags zu gedenken. Die Grünfläche liegt direkt am Rathaus an der Themse und unweit der London Bridge, auf der die Terrorattacke am Samstagabend begonnen hatte.

Es gehe darum, "der Welt zu zeigen, dass wir gemeinsam denjenigen entgegenstehen, die uns und unsere Lebensart schädigen wollen", teilte das Büro des Bürgermeisters mit. "Wir werden diese Feiglinge nie gewinnen lassen, und wir werden uns nie vom Terrorismus einschüchtern lassen."

Während der Gedenkstunde ist auch eine Schweigeminute in Gedenken an die mindestens sieben Toten und Dutzenden Verletzten des Attentats vorgesehen. Zudem ist an diesem Dienstag eine landesweite Schweigeminute geplant.

Sieben Tote, Dutzende Verletzte

Bei der Terrortat am Vorabend waren drei mutmaßliche Attentäter zunächst auf der London Bridge in Fußgänger hineingefahren, danach griffen sie andere Zivilisten mit Messern an. Bei dem Anschlag waren sieben Menschen getötet und fast 50 verletzt worden. Die mutmaßlichen Angreifer wurden erschossen.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau teilte mit, dass sich ein Kanadier unter den Todesopfern befinde. Den britischen Gesundheitsbehörden zufolge schweben 21 Verletzte noch in Lebensgefahr. Insgesamt würden noch 36 Menschen im Krankenhaus behandelt.

Unter den Verletzten sind auch zwei Deutsche. Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist eines der beiden Opfer schwer verletzt.

Dritter Anschlag in weniger als drei Monaten

Das Attentat von London war bereits der dritte Anschlag in Großbritannien in weniger als drei Monaten. Ende März hatte ein mutmaßlich islamistischer Attentäter im Zentrum Londons fünf Menschen getötet. Am 22. Mai riss ein Selbstmordattentäter bei einem Pop-Konzert der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester 22 Menschen mit in den Tod.

Über dieses Thema berichteten u.a. am 04. Juni 2017 die tagesthemen um 23:25 Uhr und am 05. Juni 2017 die tagesschau um 03:22 und 05:04 Uhr.

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