Festnahmen in London | Bildquelle: REUTERS

Anschlag in London Polizei nimmt zwölf Verdächtige fest

Stand: 05.06.2017 00:02 Uhr

Nach dem Terroranschlag in London sind zwölf Verdächtige festgenommen worden. Die Durchsuchungen im Osten der Stadt gingen weiter, so die Behörden. Die drei Angreifer waren wenige Minuten nach dem ersten Notruf von Polizisten erschossen worden. Der IS reklamierte den Terroranschlag für sich.

Nach dem Anschlag in London sind im Osten der britischen Hauptstadt zwölf Verdächtige festgenommen worden. Die Durchsuchungen im Viertel Barking dauerten an, teilte die Polizei mit.

Polizisten nehmen im Londoner Stadtteil Barking mehrere Personen fest. | Bildquelle: dpa
galerie

Einzelheiten zu den Festgenommenen wurden nicht bekannt gegeben.

Bei der Attacke im Zentrum der britischen Hauptstadt waren in der Nacht auf Sonntag sieben Menschen getötet worden, Dutzende wurden verletzt.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau teilte mit, dass sich ein Kanadier unter den Todesopfern befinde. Den britischen Gesundheitsbehörden zufolge schweben 21 Verletzte noch in Lebensgefahr. Insgesamt würden noch 36 Menschen im Krankenhaus behandelt.

Unter den Verletzten sind auch zwei Deutsche. Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist eines der beiden Opfer schwer verletzt.

50 Schüsse abgegeben

Die drei Täter wurden von der Polizei erschossen. Der Leiter der Londoner Antiterrorbehörde Mark Rowley zeigte sich überzeugt, dass es keine weiteren Angreifer gegeben habe. Nun müsse man herausfinden, ob andere Personen an der Planung beteiligt gewesen seien.

Während des Angriffs schossen nach Rowleys Angaben acht Polizisten auf die drei Täter. Es sei die für britische Verhältnisse "beispiellose Zahl" von 50 Schüssen abgegeben worden. Offenbar wollten die Beamten sichergehen, dass die Angreifer getötet wurden, weil sie Sprengstoffwesten zu tragen schienen. Diese stellten sich später als Attrappen heraus.

Auch ein Passant sei getroffen und verletzt worden, so Rowley.

Nach dem Terroranschlag in London
tagesthemen 23:25 Uhr, 04.06.2017, Mareike Aden, ARD London

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Angreifer trugen Sprengstoffgürtel-Attrappen

Die Tat löste in Großbritannien Entsetzen aus. Die britische Premierministerin Theresa May sprach von einem brutalen Terroranschlag. Die Angreifer hätten unschuldige Bürger mit Messern und Klingen attackiert. Die drei Angreifer hätten Sprengstoffgürtel-Attrappen getragen, um Panik zu verbreiten.

Trend zu mehr Terror

Die drei jüngsten Anschläge in Großbritannien sind nach Einschätzung von May nicht direkt miteinander verknüpft. Es gebe aber einen neuen Trend, bei dem Terror noch mehr Terror hervorrufe. Man dürfe deshalb nicht länger so tun, als könne alles so weitergehen wie bisher, so May. Der wegen des Anschlags unterbrochene Wahlkampf werde am Montag weitergehen, sagte sie. Die Wahl werde am 8. Juni wie geplant stattfinden.

Der britische Muslimenverband MAB verurteilte die Terrorattacke verurteilt. "Als Mitglieder der britischen Gesellschaft müssen wir weiterhin alle Terrorakte verurteilen", sagte der MAB-Vorsitzende Omer El-Hamdoonin am Morgen. "Wir dürfen diesen Kriminellen nicht erlauben, Hass und Angst zu verbreiten. Wir müssen ihre Versuche vereiteln, uns zu spalten."

Kleintransporter in Menschenmenge gesteuert

Die Attacke begann gegen 22.00 Uhr Ortszeit auf der London Bridge im Zentrum und setzte sich am dem nahe gelegenen Borough Market fort, ein beliebtes Kneipenviertel. Die Täter rasten zunächst mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge.

Das Auto sei dann weiter zum nur wenige hundert Meter entfernten Borough Market gefahren. Dort stiegen die Täter aus und attackierten Menschen mit großen Messern. "Das war wie ein Amoklauf", zitierte die BBC einen Zeugen. Die Täter seien zu Bars und Restaurants in der Umgebung gelaufen und hätten gerufen: "Dies ist für Allah."

Szenen aus der Londoner Terror-Nacht (unkommentiert)
04.06.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Nach acht Minuten erschossen

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angreifer am Borough Market von Sicherheitskräften erschossen - acht Minuten nach Eingang des Notrufs.

Noch bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einer "gezielten und feigen Attacke" auf unschuldige Londoner und Besucher. Er rief die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Darüber hinaus sagte er, er glaube jedoch, dass London eine der sichersten Städte der Welt sei.

Darstellung: