Fassade das Mandalay Bay Resort Hotels in Las Vegas | Bildquelle: AP

Ermittlungen nach Las-Vegas-Attentat "Er hat darüber nie etwas zu mir gesagt"

Stand: 05.10.2017 05:00 Uhr

Große Hoffnungen hatten die Ermittler in Las Vegas auf die Aussage der Attentäter-Freundin gesetzt - doch die werden wohl enttäuscht: Sie habe von nichts gewusst, ließ sie erklären. Präsident Trump lobte den Einsatz der Ersthelfer.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

Marilou Danley hielt sich in ihrer philippinischen Heimat auf, als sie von der schrecklichen Tat ihres Freundes Stephen Paddock in Las Vegas erfuhr. Am Dienstag flog sie nach Los Angeles zurück, wo sie von FBI-Beamten empfangen und im Laufe des Mittwochs mehrere Stunden lang verhört wurde.

Anschließend ließ die 62-Jährige über ihren Anwalt Matthew Lombard erklären, auch sie habe von den Plänen ihres Freundes nichts gewusst: "Er hat nie etwas zu mir gesagt oder etwas getan, das ich als Warnung hätte verstehen können, dass etwas so Schreckliches passieren würde."

Sie habe Paddock als "freundlichen, liebevollen, stillen Mann" gekannt, erklärte Danley - und auf eine gemeinsame Zukunft mit ihm gehofft. Erst als er ihr 100.000 Dollar auf die Philippinen überwies, habe sie befürchtet, dass er sich von ihr trennen wolle.

US-Präsident Trump besucht Attentatsopfer
Morgenmagazin, 05.10.2017, Verena Bünten, ARD Washington

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Flucht geplant?

FBI und Polizei wollten sich am späten Abend nicht zu den Aussagen Danleys äußern. Allerdings gaben sie neue Ermittlungserkenntnisse bekannt. Im Auto des Täters wurden mehrere Behälter mit knapp 23 Kilo explosiven Materials und 1600 Schuss Munition gefunden. Man gehe davon aus, dass der Täter keinen Selbstmord, sondern eine Flucht geplant habe.

Dass das tödliche Stakkato seiner Schüsse nach zehn Minuten aufhörte, sei dem Sicherheitsbeamten zu verdanken gewesen, der sich Paddocks Hotelzimmer näherte. Das habe ihn abgelenkt, weshalb das Leben vieler gerettet werden konnte. Eine Stunde später stürmte ein Sonderkommando sein Hotelzimmer und fand ihn tot auf.

"Unglaubliches Ausmaß an Professionalität"

Den Einsatz der Sicherheitskräfte sowie der Ärzte, Krankenpfleger und Ersthelfer würdigte auch US-Präsident Donald Trump bei seinem Besuch in Las Vegas: "Was ich heute gesehen habe, ist ein unglaubliches Ausmaß an Professionalität. Unglaublich, was die geleistet haben, und wie tapfer die Patienten waren! Ich muss Ihnen sagen: Das macht einen wirklich stolz, Amerikaner zu sein, wenn man sieht, was die geleistet haben."

Gemeinsam mit First Lady Melania sprach der Präsident den Angehörigen der Opfer, den Überlebenden und Bürgern von Las Vegas sein Beileid aus und versprach: "Ihr seid nicht allein. Wir werden niemals von Eurer Seite weichen". Den Täter nannte Trump eine "sehr kranke, sehr wahnsinnige Person".

Angesprochen auf Forderungen nach schärferen Waffengesetzen sagte Trump, darüber werde er heute nicht sprechen.

"Herr und Frau Amerika, Sie müssen sich erheben!"

Darüber gesprochen wurde dennoch in der Hauptstadt Washington. Mehrere demokratische Senatoren wollen jene Vorrichtungen verbieten, die es dem Täter ermöglichten, zehn Minuten lang ohne längere Unterbrechung ein Stakkato von Schüssen in die Menge der über 20.000 Konzertbesucher zu feuern.

Die demokratische Senatorin Diane Feinstein appellierte an die Bürger, ihre Stimmen gegen die mächtige Waffenlobby NRA zu erheben: "Herr und Frau Amerika, Sie müssen sich erheben und sagen: genug ist genug! Sie müssen sagen: Es gibt keinen Grund, ein halbautomatisches Schnellfeuergewehr in ein vollautomatisches Sturmgewehr für den Krieg zu verwandeln." 

Die Führung der Republikaner im Kongress machte jedoch deutlich, dass man nicht die Absicht habe, die Waffengesetze zu verändern.

Verena Bünten, ARD Washington, zzt. Las Vegas, zu den Ermittlungen
Morgenmagazin, 05.10.2017

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Oktober 2017 um 23:28 Uhr.

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