Jared Kushner | Bildquelle: AP

Russland-Affäre Kushner gibt vier Treffen zu

Stand: 24.07.2017 17:47 Uhr

Der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Trump hat vier Treffen mit russischen Vertretern eingeräumt. In einer Erklärung bestritt Kushner aber, dass es Absprachen hinsichtlich der Wahl gegeben habe. Ein Treffen mit einer russischen Anwältin bezeichnete er als "Zeitverschwendung".

In der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump hat dessen Schwiegersohn Jared Kushner vier Treffen mit russischen Vertretern eingeräumt. In einer schriftlichen Erklärung bestritt der Präsidentenberater aber, dass es geheime Absprachen gegeben habe, um Trump zum Sieg bei der US-Präsidentenwahl zu verhelfen. Zudem wisse er auch nichts über eine derartige Zusammenarbeit zwischen anderen Mitgliedern in Trumps Wahlkampfteam und Russland.

Schwiegersohn von Trump gibt Treffen mit russischen Vertretern zu
nachtmagazin 00:10 Uhr, 25.07.2017, Verena Bünten, ARD Washington

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Kushner gab die Stellungnahme vor seiner Anhörung im Geheimdienstausschuss des Senats ab. Unter anderem hatten die Washington Post und der TV-Sender CNN die Erklärung veröffentlicht. Darin beschreibt Kushner seine Kontakte etwa zum russischen Botschafter Sergej Kisljak als normal. Darüber hinaus bezeichnete er sie als begrenzt. Keines der Gespräche sei unangemessen gewesen. Er habe mit keiner ausländischen Regierung konspiriert. Auch seine unternehmerischen Tätigkeiten in der Privatwirtschaft habe er nicht mit russischen Geldern finanziert.

Jared Kushner | Bildquelle: REUTERS
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Mal hören, was die Russen zu sagen haben: Jared Kushner

Erste öffentliche Erklärung

Es war die erste öffentliche Erklärung des 36-jährigen Kushner zu seinen Kontakten während des Wahlkampfes und darüber hinaus. Für den US-Präsidenten Trump ist die Rolle seines Schwiegersohnes in der Russland-Affäre heikel, weil damit einer seiner engsten Vertrauten unter Druck steht. Im Weißen Haus agiert Kushner als einflussreicher Mann im Hintergrund, der die Öffentlichkeit meist scheut.

Mehrere Kongressausschüsse untersuchen zurzeit, ob Trumps Wahlkampfteam mit russischen Stellen zusammengearbeitet hat, um sich Vorteile gegen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu verschaffen. Die US-Geheimdienste gehen davon aus, dass sich die Regierung in Moskau zugunsten Trumps in den Wahlkampf einschaltete.

Kushner bezeichnet Treffen als Zeitverschwendung

Für Aufsehen sorgten kürzlich veröffentlichte E-Mails von Trumps Sohn Donald Jr. Darin reagierte er begeistert auf die Aussicht, von einer russischen Anwältin negative Informationen über Clinton zu erhalten. Bei dem Treffen mit der Anwältin war auch Kushner dabei.

Anwältin Natalia Weselnizkaja | Bildquelle: AP
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Die Anwältin Natalia Weselnizkaja

Kushner bezeichnete das Treffen in seiner Erklärung als reine "Zeitverschwendung". Sein Schwager Donald Trump jr. habe ihn eingeladen, dem Gespräch mit Natalia Weselnizkaja im Sommer 2016 beizuwohnen. Er sei er spät zu dem Treffen dazugestoßen und habe gehört, wie die Anwältin über Adoptionsangelegenheiten gesprochen habe. Daraufhin habe er seinen Assistenten per Textnachricht gebeten, ihn aus dem Gespräch herauszurufen.

Präsidenten-Berater Kushner sagt zu Russland-Kontakten aus
Jan Bösche, ARD Washington
24.07.2017 14:58 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 24. Juli 2017 um 14:15 Uhr.

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