Anwohner im kubanischen Caibarien | Bildquelle: AFP

Hurrikan "Irma" Schwere Schäden in Kuba

Stand: 10.09.2017 08:07 Uhr

Überraschend lange wütete "Irma" in Kuba. Jeder fünfte Einwohner wurde evakuiert. Der Hurrikan sorgte auf der Karibikinsel für schwere Schäden und Überschwemmungen. Dabei verlor "Irma" viel Kraft - eine Hoffnung für Florida?

Von Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko

Viel heftiger als von Meteorologen erwartet, traf Hurrikan "Irma" Kuba: Der Wirbelsturm schlug zwar in der Inselmitte ein - genau wie vorhergesagt - blieb aber viel länger und bewegte sich langsamer als in den vergangenen Tagen in Richtung Westen, immer an der Küste entlang, so als hielte er sich an Kuba fest.

Dabei entlud der Hurrikan seine zerstörerische Energie: Sturmböen von bis zu 250 Kilometern pro Stunde entwurzelten Bäume, knickten Strommasten um und rissen Häuser nieder. Vor allem in den Provinzen Villa Clara und Matanzas wütete Irma ausdauernd und mit seiner ganzen Kraft: Dort sind die Schäden in der Landwirtschaft extrem, die Überschwemmungen heftig. Schulen sind zerstört, auch Straßen und Brücken beschädigt.

Hurrikan "Irma" trifft in Kuba auf Land
tagesschau 13:15 Uhr, 10.09.2017

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Touristen wurden evakuiert

Infrastrukturschäden sind besonders bitter für Kuba, weil das kommunistisch regierte Land sehr arm ist. Wirtschaftlich ist Kuba seit Jahrzehnten durch ein US-Embargo isoliert. Wichtigste Einnahmequelle ist derzeit der Tourismus. Die vielen Touristen an den Karibikstränden wurden vor Hurrikan "Irma" in Sicherheit gebracht. Allein in Varadero sollen es 14.500 Menschen sein.

Die Einheimischen befolgen sehr diszipliniert die Anweisungen ihrer Behörden und suchen im Falle schwerer Wirbelstürme sichere Unterkünfte auf. Dieses Mal mussten zwei Millionen Kubaner ihre Häuser verlassen - das ist fast ein Fünftel der Gesamtbevölkerung.

Überschwemmte Straße in Havanna | Bildquelle: AFP
galerie

Überschwemmte Straße in Havanna

Kubas Leid - Floridas Glück?

Auch die Hauptstadt Havanna im Westen der langgezogenen Insel war - anders als erwartet - betroffen, weil Hurrikan "Irma" überraschend weit nach Westen vorrückte, anstatt nach Norden abzudrehen. Kurzfristig mussten 10.000 Bewohner von Häusern an der Uferstraße Malecon und wassernaher Wohnviertel in Notunterkünfte gehen.

"Irma" hat viel von seiner zerstörerischen Kraft in Kuba gelassen. Er kam als Wirbelsturm der Kategorie 5 und zog weiter mit Stufe 3. Je länger ein Hurrikan Landkontakt hat, umso schwächer wird er. Kubas Leid könnte somit Floridas Glück werden.

Massive Schäden in Kuba durch Hurrikan "Irma"
A.-K. Mellmann, ARD Mexiko City
10.09.2017 07:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 und NDR Info am 10. September 2017 um 09:00 Uhr.

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