Fidel Castro | Bildquelle: dpa

Kuba verbietet Personenkult Keine Straße soll Fidel Castro heißen

Stand: 28.12.2016 08:50 Uhr

Bereits zu Lebzeiten lehnte Fidel Castro Personenkult ab. Jetzt hat die Regierung Kubas ein Gesetz verabschiedet, das es verbietet, Straßen oder öffentliche Gebäude nach dem Revolutionsführer zu benennen.

Auf Wunsch des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro hat das kubanische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das einen posthumen Personenkult unterbinden soll. Die einstimmig verabschiedete Vorlage schreibt fest, dass in Kuba keine Straßen, Plätze oder Gebäude nach Fidel Castro benannt werden dürfen.

Außerdem sind das Aufstellen von Büsten und Statuen sowie das Benutzen des Namens des "Máximo Lider" für kommerzielle Zwecke verboten.

Ausnahmen möglich

Der gegenwärtige Staatschef Raul Castro begründete das neue Gesetz mit dem Wunsch seines Bruders, keinen Personenkult zuzulassen.

Das neue Gesetz verbietet die Verwendung von Fidel Castros Namen nicht vollständig. Künstler dürfen ihn benutzen und er darf bei Kundgebungen genannt werden. Außerdem soll Fidel Castro als Namensgeber für ein Institut fungieren, das sich mit seiner Geschichte befasst.

Schon zu Lebzeiten gegen Personenkult

Schon zu Lebzeiten hatte Fidel Castro die Errichtung von Statuen oder die Benennung nach Straßen zu seinen Ehren abgelehnt. Der Revolutionsführer war am 25. November im Alter von 90 Jahren in Havanna gestorben.

Er regierte Kuba seit dem Sieg der Revolution 1959. 2006 gab er die Amtsgeschäfte nach einer Erkrankung an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raul ab und trat 2008 trat offiziell zurück.

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Fidel Castro - Rechtsanwalt, Rebell, Symbolfigur

Das Leben des kubanischen Revolutionsführers

Fidel Castro

Fidel Castro - hier als Schüler des von Jesuiten geleiteten Colegio Dolores in Santiago de Cuba (2. von rechts) - wurde am 13. August 1926 geboren. Sein Vater war als armer Einwanderer aus Spanien nach Kuba gekommen und erwarb als Zuckerplantagenbesitzer ein beachtliches Vermögen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Dezember 2016 um 10:00 Uhr.

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