Plakate mit dem Konterfei von Fidel Castro | Bildquelle: AP

Trauer um Fidel Castro "Fidel ist ungeschlagen gestorben"

Stand: 30.11.2016 09:43 Uhr

Es ist ein Abschied von Vielen von einem in ihren Augen ganz Großen - vom "Comandante Máximo". In Havanna kamen Hunderttausende zusammen, um den verstorbenen Fidel Castro zu ehren. Auch Politiker und Staatschef erinnerten an den Revolutionär.

In der kubanischen Hauptstadt Havanna haben Hunderttausende Menschen Abschied vom "Comandante Máximo" Fidel Castro genommen. Auch ranghohe Politiker und Staatschefs aus verschiedenen Ländern nahmen an der Massenkundgebung teil. Castro war am Freitag im Alter von 90 Jahren gestorben.

Einer der Redner vor der flaggenschwenkenden Menge war Fidels Bruder, Raúl Castro, der 2008 als Fidels Nachfolger in das Amt des Präsidenten getreten war. "Fidel hat sein ganzes Leben der Solidarität gewidmet", sagte Raúl. Sein Bruder habe eine "Revolution der einfachen Leute für die einfachen Leute angeführt". Und der jetzige Präsident Kubas, Rafael Correa, betonte: "Fidel ist tot. Aber er ist ungeschlagen gestorben."

Staatstrauer in Havanna
tagesschau 12:00 Uhr, 30.11.2016, Joana Jäschke, ARD Mexico-City, zzt. Kuba

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"Großer Held des 21. Jahrhunderts"

Neben den zahlreichen Bürgern hatten sich unter anderem auch die Präsidenten von Bolivien, Nicaragua, Venezuela und Mexiko auf dem Platz der Revolution versammelt - an dem Ort, wo Castro im Geburtsjahr der Revolution 1959 selbst flammende Reden gehalten hatte. Für Deutschland war Alt-Kanzler Gerhard Schröder angereist, aus Griechenland war Premierminister Alexis Tsipras vertreten. Tsipras lobte Castros "kostbares Vermächtnis" im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie in der Wissenschaft und Kultur.

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Abschied von Fidel Castro

Staatstrauer um Fidel Castro

Nach dem Tod des Revolutionsführers Fidel Castro am 25. November nehmen die Kubaner Abschied. Eine Woche lang herrscht Staatstrauer in Kuba. Zum Auftakt mehrtägiger Trauerfeierlichkeiten zogen die Menschen zur Gedenkstätte für den Nationalhelden José Martí in Havanna, um Castro dort die letzte Ehre zu erweisen. | Bildquelle: dpa

Warme Worte für den Revolutionär, der fast 50 Jahre lang an der Spitze des Inselstaats gestanden hatte, fand auch der südafrikanische Präsident Jacob Zuma. Er sieht in Castro "einen großen Helden des 21. Jahrhunderts", der Südafrika eng im Kampf gegen die Apartheid zur Seite gestanden habe und sich immer für das Ideal eingesetzt habe, dass "die Armen das Recht auf ein Leben in Würde haben". Sein Tod sei ein "schmerzhafter Verlust".

Plakat mit dem Konterfei von Fidel Castro | Bildquelle: AP
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Hunderttausende wollten von dem langjährigen Staatschef Abschied nehmen ...

Eine Frau mit der Aufschrift Fidel auf ihrem Gesicht | Bildquelle: AP
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... darunter auch viele junge Menschen, die ein Kuba ohne Castro gar nicht kennen.

Trauerzug durch das Land

Direkt nach Castros Tod war eine neuntägige Staatstrauer in Kuba ausgerufen worden. Reguläre Kino- und Theatervorstellungen fallen aus, es darf kein Alkohol ausgeschenkt werden und das Fernsehen strahlt ein spezielles Programm aus. An Hunderten Orten im Land wurden Denkmäler aufgestellt.

Nach der Abschiedskundgebung in Havanna soll die Urne mit Castros sterblichen Überresten einen Trauerzug durch 13 Provinzen Kubas durchlaufen, bis sie Santiago de Cuba im Südosten des Landes erreicht. Die Stadt gilt als Wiege der Revolution. Hier soll Castro am Sonntag auf dem Friedhof Ifigenia beigesetzt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. November 2016 um 12:00 Uhr.

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