Flugzeugträger USS Carl Vinson | Bildquelle: dpa

Konflikt mit Nordkorea Sorge, dass Trump erneut zuschlägt

Stand: 09.04.2017 14:42 Uhr

Die Verlegung von US-Kriegsschiffen vor die koreanische Halbinsel - eine indirekte Drohung an Pjöngjang. Die bereitet nun einigen südkoreanischen Politikern Sorge, hatte Trump doch zuletzt mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht.

Südkoreanische Politiker haben die US-Regierung aufgefordert, sich vor weiteren Schritten gegen Nordkorea mit Seoul zu beraten - auch im Hinblick auf einen möglichen Militärschlag. Das berichtet die südkoreanische Zeitung "The Korea Times". Die Politiker, unter ihnen Moon Jae In von der Demokratischen Partei (DPK), sagten, Seoul sei im Hinblick auf Nordkorea unmittelbar betroffen, jede Handlung Washingtons habe direkte Auswirkungen auf die gesamte koreanische Halbinsel.

Angesichts der wachsenden Spannungen wegen Nordkoreas Raketen- und Atomwaffenprogramm hatten die USA einen Flugzeugträgergruppe in die Region verlegt. Mit der Maßnahme werde die Präsenz und Bereitschaft in der westlichen Pazifikregion gestärkt, sagte ein Sprecher der US-Armee. Ein Angehöriger des Militärs sagte dem Sender CNN, die Verlegung sei eine Reaktion auf die jüngsten "Provokationen" Nordkoreas.

"Südkorea sollte Führung übernehmen"

"Südkorea sollte die Führung im Hinblick auf den Umgang mit Nordkorea übernehmen - und dies nicht Ländern wie den USA oder China überlassen", sagte Moon laut Zeitungsbericht vor Journalisten. Er bezog sich dabei auf Beratungen des US-Präsidenten Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping.

Nach dem Treffen erklärte US-Außenminister Rex Tillerson am Freitag, beide Staaten wollten im Nordkorea-Konflikt stärker kooperieren. Es gebe aber kein Maßnahmenpaket. Xi teile jedoch die Sicht der USA, dass das nordkoreanische Atomprogramm ein "ernstes Stadium" erreicht habe. Vergangene Woche hatte Trump gedroht, dass die USA notfalls im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen würden.

USA schicken Flugzeugträger nach Korea
tagesschau 20:00 Uhr, 09.04.2017, Stefan Niemann, ARD Washington

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Japan und USA wollen eng zusammenarbeiten

Unterdessen versicherten sich die USA und Japan erneut ihrer engen Zusammenarbeit im Nordkorea-Konflikt. Während eines 45-minütigen Telefonats hätten er und US-Präsident Trump die Wichtigkeit einer engen Koordination bekräftigt, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe laut japanischen Medienberichten. 

Nordkorea: Ausbau eigener "Atomstreitmacht" gerechtfertigt

Nordkorea kritisierte derweil den US-Militärschlag gegen den syrischen Luftwaffenstützpunkt und kündigte den Ausbau seiner militärischen Fähigkeiten an. Das Außenministerium Nordkoreas warf den USA "einen Akt der Aggression gegen einen souveränen Staat vor". Der Schritt habe gezeigt, dass der Ausbau der eigenen "Atomstreitmacht" gerechtfertigt sei, wurde ein Sprecher der Staatsmedien zitiert. "Die Volksrepublik wird ihre militärischen Fähigkeiten zur Selbstverteidigung stärken", hieß es.

Es gebe Stimmen, die den US-Angriff in Syrien auch als Warnung an Nordkorea bezeichnet hätten. Doch Nordkorea habe keine Angst "vor solch einer Bedrohung". Der Angriff der Amerikaner sei "absolut unentschuldbar" und beweise, dass Nordkorea eigene Atomwaffen brauche.

Volksversammlung kommende Woche

Kommende Woche kommt das Parlament in Nordkorea zusammen. Die Sitzung der Obersten Volksversammlung wird laut Staatsmedien am 11. April in Pjöngjang abgehalten. Einzelheiten wurden nicht genannt. Die im Ausland auch als Scheinparlament bezeichnete Volksversammlung ist nominell das höchste Machtorgan des wegen seine Atomprogramms international isolierten Staates. Sie tritt aber normalerweise nur ein- oder zweimal jährlich zusammen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. April 2017 um 20:00 Uhr.

Darstellung: