Zerstörungen an dem US-Kriegsschiff "USS John S. McCain". | Bildquelle: AFP

Nach Kollision vor Singapur US-Marine löst Kommandeur ab

Stand: 23.08.2017 11:18 Uhr

Nach dem Zusammenstoß eines amerikanischen Zerstörers mit einem Tanker muss der zuständige Kommandeur seinen Posten räumen. Bei der Kollision vor Singapur waren mehrere Menschen ums Leben gekommen. Es war bereits der vierte Unfall in diesem Jahr.

Joseph Aucoin | Bildquelle: AFP
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Vize-Admiral Joseph Aucoin musste jetzt seinen Posten räumen.

Wegen der jüngsten Unfallserie von US-Kriegsschiffen im Pazifik hat der zuständige Kommandeur, Vizeadmiral Joseph Aucoin, seinen Posten verloren. Der Kommandeur der Pazifikflotte, Admiral Scott Swift, begründete dies damit, dass er in den Vizeadmiral kein Vertrauen mehr habe. Aucoin stand seit zwei Jahren an der Spitze der Siebten Flotte der US Navy, die ihren Stützpunkt im japanischen Yokosuka hat. Seinen Posten übernimmt mit sofortiger Wirkung Konteradmiral Phil Sawyer.


Am Montag war der Zerstörer "USS John S. McCain" nahe Singapur mit dem Tanker "Alnic MC" kollidiert, der unter der Flagge Liberias fährt. Im Bauch des schwer beschädigten Zerstörers wurden inzwischen die Leichen von mehreren Soldaten entdeckt. Ein weiterer Toter wurde in der Nähe des Unglücksorts aus dem Wasser gezogen. Befürchtet wird, dass bei dem Unglück insgesamt zehn Matrosen starben.

Bereits der zweite tödliche Zusammenstoß

Über die Ablösung Aucoins hatten zuvor schon mehrere US-Medien berichtet. Aucoin befehligte bislang die Siebte Flotte der US-Marine, die für den westlichen Teil des Pazifiks und den Indischen Ozean zuständig ist. Sie besteht aus mehr als 50 Schiffen. Zur Pazifikflotte gehört auch noch die Dritte Flotte, die im zentralen und östlichen Teil des Pazifik navigiert.

Es war bereits die vierte Kollision von Schiffen der US-Marine im Pazifik in diesem Jahr. Mitte Juni waren sieben US-Soldaten beim Zusammenstoß des Zerstörers "Fitzgerald" mit einem Containerschiff ums Leben gekommen. Zwei weitere Unglücke der US-Marine in diesem Jahr gingen glimpflich aus.

Der beschädigte US-Zerstörer "Fitzgerald" in der US-Marinebasis in Yokosuko bei Tokio | Bildquelle: AP
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Der beschädigte US-Zerstörer "Fitzgerald" in der US-Marinebasis in Yokosuko bei Tokio

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. August 2017 um 11:00 Uhr in den Nachrichten.

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