Ein Satellitenbild zeigt die Erde. | Bildquelle: dpa

Bericht der US-Klimabehörde Der Planet heizt sich auf

Stand: 02.08.2018 06:34 Uhr

Das Jahr 2017 ist das drittwärmste je gemessene Jahr gewesen. Das zeigt der Jahresbericht der US-Klimabehörde NOAA. Der Bericht verdeutlicht drastisch, dass sich die Erde weiter erwärmt.

Die vergangenen vier Jahre sind die wärmsten seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen im späten 19. Jahrhundert gewesen. Das bestätigt der Jahresbericht 2017 der US-Klimabehörde NOAA, an dem mehr als 500 Forscher aus 65 Ländern mitgearbeitet haben. Das drittwärmste seit Messbeginn war demnach das Jahr 2017.

Es sei jedoch das wärmste Jahr gewesen, das nicht vom Klimaphänomen El Niño beeinflusst wurde, sagte NOAA-Klimaforscher Deke Arndt. Durch El Niño erwärmt sich in bestimmten Jahren der Pazifik.

Ein Wassertropfen fällt von einem schmelzenden Eisberg. | Bildquelle: dpa
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Der über 300 Seiten starke Bericht der US-Klimabehörde NOAA fasst die wichtigsten weltweiten Klimatrends von 2017 zusammen

Der Bericht verdeutlicht die sich teilweise verstärkenden Klimatrends eines sich aufwärmenden Planeten: Die Konzentration von Treibhausgasen wie CO2 und Methan in der Erdatmosphäre erreichte 2017 neue Höchstwerte. Der durchschnittliche Meeresspiegel stieg im vergangenen Jahr ebenfalls zu einem neuen Höchststand und lag 7,7 Zentimeter über dem von 1993, als die Höhenmessung per Satellit eingeführt wurde. Seit damals sei der Meeresspiegel im Durchschnitt etwa drei Zentimeter pro Jahrzehnt gestiegen, schreiben die Autoren.

Eisfläche wird kleiner

Auch in der Arktis zeigen sich Anzeichen der zunehmenden Erderwärmung. Die Fläche des dort im September 2017 gemessenen Eises auf dem Meer war ein Viertel kleiner als im langfristigen Durchschnitt um diese Zeit. "Meereis in der Arktis ist in den letzten Jahren neu, dünn und anfällig dafür, zu brechen und zu schmelzen", heißt es. "Die von altem, dickeren Eis bedeckte Fläche nimmt weiter ab." Zehn der niedrigsten Eis-Werte seien in den Septembermonaten der vergangenen elf Jahre gemessen worden.

US-Klimabehörde NOAA: Erderwärmung hat sich ungebremst fortgesetzt
tagesschau 20:00 Uhr, 02.08.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Die sich aufwärmenden Meere machen sich auch an Korallenriffen bemerkbar. Die Bleiche von Juni 2014 bis Mai 2017 sei zum einen wegen des langen Zeitraums ungewöhnlich gewesen, zum anderen aber, weil sie auch außerhalb des Klimaphänomens El Niño geschehen sei. Korallen seien dabei mit Regenwäldern zu vergleichen, da sie enorm viele Lebewesen auf sehr engem Raum beherbergen.

Zudem bieten die Fische und weitere Tiere, die dort leben, laut NOAA bis zu einer Milliarde Menschen weltweit Nahrung. Sie seien Grundlage für den Sand an einigen Stränden und böten Schutz vor Stürmen und Wellen. Besonders stark blichen dem Bericht zufolge die Korallenriffs im Pazifik aus - darunter um Guam, Amerikanisch-Samoa und Hawaii. Bei fast 30 Prozent der Korallenriffe weltweit habe die Bleiche demzufolge zwischen 2014 und 2017 lebensbedrohliche Ausmaße angenommen. Ein starkes Ausbleichen geschehe immer häufiger und wiederhole sich somit in kürzeren Zeit als die Korallenriffe benötigten, um sich davon zu erholen.

Ein Schwalbenschwänzchen Fisch schwimmt durch eine Korallenzucht | Bildquelle: dpa
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Dem Bericht zufolge nahm die Korallenbleiche bei fast 30 Prozent aller Riffe weltweit zwischen 2014 und 2017 lebensbedrohliche Ausmaße an.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. August 2018 um 04:56 Uhr.

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