Menschen sammeln sich am Ort des Angriffs | Bildquelle: REUTERS

Krieg im Jemen Mehr als 20 Tote nach Luftangriff

Stand: 01.11.2017 14:34 Uhr

Erneut sind bei einem Luftangriff im Jemen zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 21 Zivilisten starben nach Angaben der Huthi-Rebellen bei dem Angriff im Norden des Landes. Die Rebellen machen die saudi-arabische Luftwaffe dafür verantwortlich.

Bei einem Luftangriff im Norden des Jemen sind mehr als 20 Menschen getötet worden. Die von den Huthi-Rebellen betriebene Agentur Saba machte die saudi-arabische Luftwaffe für den Angriff in der Provinz Saada verantwortlich und berichtete von 21 getöteten Zivilisten. Der Chef der Gesundheitsbehörde der Provinz sprach von 26 Toten, darunter auch Kinder. Ein Reporter der Agentur Reuters berichtete, Ziel des Angriffs sei ein Markt gewesen. Auch ein kleines Hotel soll getroffen worden sein.

Im Jemen herrscht seit September 2014 Bürgerkrieg. Die Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi kämpfen gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen. Seit März 2015 fliegt ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis Luftangriffe gegen die Rebellen und unterstützt damit die Hadi-Truppen. Angriffe auf Hochzeits- und Trauerfeiern oder Märkte brachten dem Bündnis internationale Kritik ein. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bislang mehr als 8600 Menschen getötet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. November 2017 um 11:00 Uhr.

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