Ein pro-jemenitischer Kämpfer schenkt Kindern Essen.  | Bildquelle: AFP

Jemen UN warnen vor Hungerkatastrophe

Stand: 27.01.2017 03:16 Uhr

Im Jemen droht eine Hungerkatastrophe. Der UN-Sondergesandte sprach von über zehn Millionen Jemeniten, die sofort auf Nahrungsmittel angewiesen seien, um ihr Leben zu retten. Betroffen seien insgesamt über 18 Millionen Menschen.

Im Jemen droht nach UN-Angaben eine Hungersnot. Die gefährliche Zunahme von Luftangriffen und Kämpfe hätten tragische Konsequenzen für das Volk, sagte der UN-Sondergesandte für das Land, Ismail Ould Cheikh Ahmed, vor dem Sicherheitsrat in New York.

18,8 Millionen Menschen bräuchten dringend Nahrungsmittel. Der UN-Nothilfekoordinator bezifferte die Zahl der Jemeniten, die "sofort auf Hilfe angewiesen sind, um ihr Leben zu retten oder zu erhalten", auf 10,3 Millionen.

Ahmed ruft zu Friedensplan auf

Ahmed rief die Konfliktparteien zu einer neuen Feuerpause und einem Friedensplan auf. Im Jemen kämpfen die schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes mit Verbündeten gegen Truppen der gewählten und international anerkannten Regierung, die ihrerseits von Saudi-Arabien und anderen sunnitischen Ländern seit März 2015 mit Luftangriffen unterstützt werden.

Die Huthis hatten im September 2014 die Hauptstadt Sanaa überrannt und halten sie seitdem besetzt. Die Regierung um Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi floh zunächst nach Saudi-Arabien, richtete sich mittlerweile aber einen Sitz in der südlichen Hafenstadt Aden ein. Mit den Luftangriffen will die Koalition um Saudi-Arabien Hadis Regierung wieder ganz an die Macht bringen. Bisher scheiterten alle Friedensbemühungen der UN.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Januar 2017 um 05:30 Uhr.

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