Jemens Präsident Hadi hat sein Amt niedergelegt | Bildquelle: REUTERS

Krieg im Jemen Präsident Hadi aus dem Exil zurückgehrt

Stand: 22.09.2015 17:17 Uhr

Seit März befindet sich der jemenitische Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi im Exil. Nun ist er in sein Land zurückgekehrt. Im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen und Teile der Armee seit Monaten gegen die Truppen Hadis.

Nach sechs Monaten im saudiarabischen Exil ist der jemenitische Staatsschef Abd Rabbo Mansur Hadi in sein Land zurückgekehrt. Hadi sei in der südlichen Hafenstadt Aden angekommen, hieß es von Sicherheitskräften am dortigen Flughafen. Hadi war Anfang des Jahres vor den Huthi-Rebellen aus der Hauptstadt Sanaa nach Aden geflohen, bevor er Ende März angesichts der heranrückenden Aufständischen nach Saudi-Arabien floh.

Obwohl Hadi nur noch begrenzte Kontrolle über den Jemen hat, wird er von der Staatengemeinschaft weiter als legitimer Präsident anerkannt. Aden soll nun als vorläufige Hauptstadt dienen, bis die Huthis auch aus Sanaa gedrängt werden. Hadis Kabinett war bereits vergangene Woche in Aden eingetroffen.

Ein Regierungsmitarbeiter erklärte, Hadi wolle einen anstehenden muslimischen Feiertag in Aden verbringen und dann nach New York fliegen, um vor den Vereinten Nationen eine Rede zu halten.

Der Präsident wird von einer Allianz unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt. Nach seiner Flucht ins Exil startete das Bündnis Luftangriffe, um die Huthi-Rebellen zurückzudrängen und Hadi die Rückkehr an die Macht zu ermöglichen. Nach der Entsendung von Bodentruppen im Juli gelang es den Truppen Hadis, Die Stadt Aden und fünf Provinzen im Süden von den Rebellen zurückzuerobern. Die Rebellen kontrollieren weiter Sanaa und verschiedene Provinzen im Norden und im Zentrum des Landes.

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