Jeb Bush | Bildquelle: AP

Wahlkampf der Republikaner Jeb Bush muss sparen

Stand: 23.10.2015 20:12 Uhr

Ob Jeb Bush seinem Bruder und seinem Vater in das Amt des US-Präsidenten nachfolgen kann? Der republikanische Präsidentschaftsbewerber fiel in Umfragen zuletzt deutlich zurück. Nun verordnet er seinem Wahlkampfteam ein Sparprogramm.

Im Rennen um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner hat es für Jeb Bush in den vergangenen Wochen nicht gut ausgesehen. Nach deutlichen Popularitätsverlusten zieht er nun die Konsequenz und kürzt die Ausgaben für sein Wahlkampfteam.

Internen Informationen zufolge, die den Nachrichtenagenturen Reuters und AP vorliegen, werden die Gehälter der Mitarbeiter um 40 Prozent gekürzt. Ausgenommen sind davon nur Einstiegsgehälter.

Außerdem sollen im Wahlkampfbüro in Miami Stellen abgebaut werden. Dort soll künftig nur noch ein Viertel der Angestellten bleiben. Ein weiteres Viertel soll in die US-Staaten geschickt werden, in denen die Vorwahlen besonders früh abgehalten werden, wie Iowa und New Hampshire. Den anderen Mitarbeitern solle anderswo Arbeit zu niedrigeren Gehältern angeboten werden, hieß es. Reisekosten und andere Ausgaben sollten um 20 Prozent reduziert werden.

TV-Duell der Republikaner: Donald Trump und Jeb Bush | Bildquelle: AFP
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Mit seinen polternden Auftritten setzte sich Trump an die Spitze. Jeb Bush (re.) hat bisher das Nachsehen.

Als Favorit gestartet

Bush galt zu Beginn des Wahlkampfes als Favorit für die republikanische Nominierung als Präsidentschaftskandidat, nicht zuletzt, weil bereits sein Vater und sein Bruder Präsident waren und er selbst in der Partei gut vernetzt ist.

In dem dicht gedrängten Feld republikanischer Bewerber konnte er sich aber in den vergangenen Monaten nicht entscheidend etablieren. An der Spitze stehen vielmehr politische Neueinsteiger wie der Multimilliardär Donald Trump und Ben Carson. In der vergangenen Woche gab Bush bekannt, dass er im dritten Quartal 13,4 Millionen Dollar Spendengelder eingenommen habe, Carson dagegen 20 Millionen.

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