Rettungskräfte an dem verschütteten Hotel in den Abruzzen | Bildquelle: AFP

Verschüttetes Hotel in Italien Kein Lebenszeichen von den Vermissten

Stand: 23.01.2017 21:47 Uhr

Rettungsteams haben in dem verschütteten italienischen Hotel drei Hundewelpen lebend gerettet. Noch mehr als 20 Menschen werden unter den Schneemassen vermutet. Am Abend wurde ein siebtes Todesopfer geborgen.

In dem verschütteten Hotel in den Abruzzen haben die italienischen Rettungskräfte drei Hundewelpen lebend geborgen. Sie seien in einem Heizraum des zerstörten Hotels in der Gemeinde Farindola gefunden worden. Die Eltern der Abruzzen-Schäferhunde hatten sich vor der Lawine retten können und waren schon zuvor ins Tal gelaufen. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, die Rettung der Hunde zeige, dass es noch möglich sei, Überlebende zu finden.

In dem von meterhohen und tonnenschweren Schneemassen eingegrabenen Hotel Rigopiano rund 180 Kilometer nordöstlich von Rom werden noch mindestens 20 Menschen vermutet. Seit mehr als einem Tag wurde allerdings niemand gerettet. Seit Freitag wurden neun Menschen aus dem Hotel gerettet, darunter drei Kinder. Sieben Leichen wurden bislang entdeckt. Zwei Männer hatten das Unglück überlebt, weil sie sich außerhalb des Hotels aufhielten, als die Lawine niederging.

Gerettet Welpen nach Lawinenunglück | Bildquelle: AFP
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Fünf Tage nach dem Lawinenunglück haben Retter diese Hundewelpen lebend geborgen.

Unterschätzten Behörden die Lage?

Derweil reißt die Kritik an den Behörden nicht ab. Neben der Frage, warum ein vom Hotel angeforderter Schneepflug nie ankam, stellte sich auch die Frage, ob die Behörden die Lage im Vorfeld unterschätzt hatten. Medien veröffentlichten am Montag eine E-Mail des Hoteldirektors, in der er schon Stunden vor dem Unglück Hilfe angefordert hatte. Darin warnte er, die Situation sei "besorgniserregend". Offenbar rechnete aber niemand mit der Lawine.

Nach Angaben des Vorsitzenden des italienischen Geologen-Rats, Francesco Peduto, galt die Gegend bislang als wenig lawinengefährdet. Erst der heftige Schneefall in den Tagen davor und die Erdbebenserie am Mittwoch habe zu der Tragödie geführt.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft Pescara hatte bereits am vergangenen Donnerstag ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung eingeleitet. Die Ermittlungen stünden aber erst am Anfang, sagte Staatsanwältin Christina Tedeschini. Sie drehten sich um die Eröffnung und den Betrieb des Hotels, die Warnung der Zufahrtswege und die Organisation der Rettungsmaßnahmen. Sie räumte ein, dass es am Tag der Katastrophe einen "Mangel an Effizienz" und Kommunikationsprobleme gegeben habe.

Die Behörden warnen vor weiteren, auch schweren Erdbeben. Da die Temperaturen stark steigen und Regen auf die Schneemassen fällt, ist die Lawinengefahr in vielen Regionen Mittelitaliens sehr hoch. Die Gegend ist immer noch im Ausnahmezustand, auch wenn inzwischen viele Menschen wieder Strom haben und die meisten Straßen geräumt sind.

Neue Hoffnung für Verschüttete nach Lawinenunglück in Italien
23.01.2017

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