UN-Soldaten beobachten auf den Golan Höhen die Grenze zwischen Israel und Syrien | Bildquelle: ATEF SAFADI/EPA-EFE/REX/Shutters

Lage in und um Syrien Israel droht mit weiteren Angriffen

Stand: 11.02.2018 13:38 Uhr

Nach den jüngsten Angriffen in Syrien hat Israels Ministerpräsident Netanyahu mit weiteren Einsätzen gedroht. Die israelische Regierung warnt seit Monaten vor einer wachsenden Bedrohung durch Syrien.

Die Eskalation zwischen Syrien und Israel wird von Kommentatoren als Wendepunkt wahrgenommen. Seit das Assad-Regime in Syrien wieder die Oberhand hat und vom Iran und Russland unterstützt wird, haben sich die Kräfteverhältnisse geändert, kommentiert die israelische Zeitung "Haaretz".

Israels Premier Benjamin Netanyahu warnt seit Monaten vor der wachsenden Bedrohung durch Syrien, weil der Iran Syrien militärisch unterstützt. Die jüngsten Ereignisse wertet er als Beleg dafür. Diese zeigten, "dass unsere Warnungen zu hundert Prozent zutreffend waren". Israel mache Iran und seinen syrischen Verbündeten verantwortlich für die Eskalation, so Netanyahu. "Wir werden weiterhin das notwendige tun, um unsere Souveränität und Sicherheit zu verteidigen."

Konfrontation zwischen Israel und dem Iran verschärft Syrien-Konflikt
tagesschau 20:00 Uhr, 11.02.2018, Mike Lingenfelser, ARD Tel Aviv

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Netanyahu: Angriffe waren "schwere Schläge"

Gestern war die Lage eskaliert: Die israelische Luftwaffe hatte am frühen Morgen eine Drohne, die nach eigenen Angaben aus iranischer Produktion stammt, abgeschossen. Israel zerstörte daraufhin die Basis von der aus die Drohne in Syrien gesteuert wurde. Dabei wurde ein israelischer Kampfjet von der syrischen Flugabwehr abgeschossen. Als Reaktion darauf flog die israelische Armee mehrere Angriffe auf iranische und syrische Ziele in Syrien.

Nach Einschätzung Natanyahus hat Israel mit dem jüngsten Angriff auf iranische Stellungen in Syrien beiden Ländern "schwere Schläge" zugefügt. In einer Kabinettssitzung schloss er weitere Aktionen nicht aus. "Wir werden weiter gegen jeden Versuch vorgehen, gegen uns vorzugehen. Das war und bleibt unsere Politik", sagte Netanyahu.

Benjamin Netanyahu | Bildquelle: AP
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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu

Nach Ansicht von Geheimdienstminister Israel Katz sandte das Land die klare Botschaft, dass der jüdische Staat keine iranische Militärpräsenz vor seiner Haustür dulden werde. Die Iraner bräuchten Zeit, um "zu verdauen, zu verstehen und zu fragen, wie Israel diese Stellungen zu treffen wusste", sagte Katz. "Dies waren versteckte Stätten, und wir haben Geheimdienste und die Fähigkeit, alles zu wissen, was dort passiert." Dies habe Israel gestern bewiesen, fügte Katz hinzu.

Iran bezichtigt Israel der "Lüge"

Der Iran bezichtigte Israel der "Lüge", die Drohne sei nicht iranischen Ursprungs, sie sei auch nicht im israelischen Luftraum geflogen. "Eine militärische Lösung und die Intervention von außen können keine Lösung sein für die Probleme in der Region", betonte Irans Präsident Hassan Rohani.

Mit Blick auf Israel sagte er aber auch: Die Annahme, durch Bombardements in einem Nachbarland die erwünschten Ergebnisse zu erzielen, sei ein Fehler.

Russlands Außenministerium betonte die Souveränität und territoriale Integrität Syriens. Es sei absolut inakzeptabel, dass Leben und Sicherheit russischer Soldaten bedroht werde, die in Syrien auf Einladung der Regierung helfen, den Terror zu bekämpfen.

Die schiitische Miliz Hisbollah feierte den Abschuss eines israelischen Kampfjets als Triumph. Israels Geheimdienstminister Israel Katz betonte, die massiven Bombardements von militärischen Zielen in Syrien zeigten, dass der israelische Geheimdienst sehr gut aufgestellt sei.

Netanyahu telefonierte nach eigenen Angaben mit Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Außenminister Rex Tillerson. Die USA, Israels Verbündeter, betonten ihre "starke Unterstützung für Israels souveränes Recht, sich selbst zu verteidigen".

Mit Informationen von Eva Lell, ARD-Studio Tel-Aviv

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Februar 2018 um 14:00 Uhr.

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