Bei einer Demonstration gegen Ministerpräsident Netanyahu ziehen Menschen mit Plakaten durch Tel Aviv. | Bildquelle: AFP

Protest gegen Netanyahu "Marsch der Schande" zieht durch Tel Aviv

Stand: 24.12.2017 01:44 Uhr

Es war der vierte Samstag in Folge, an dem Tausende Menschen in Tel Aviv gegen Israels Premierminister Netanyahu auf die Straße gingen. Der Regierungschef steht unter Korruptionsverdacht. Er hatte die Vorwürfe aber mehrfach als "Hexenjagd" zurückgewiesen.

Im israelischen Tel Aviv haben erneut Tausende Menschen gegen den Premierminister des Landes, Benjamin Netanyahu, protestiert. Beim "Marsch der Schande" forderten sie seinen und den Rücktritt weiterer Politiker.

Proteste gegen Korruption in Israel
tagesschau24 12:00 Uhr, 24.12.2017

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Regierungspartei bezeichnet Protest als "Bluff"

Auch in Jerusalem kamen Hunderte Teilnehmer zu Protesten zusammen, die die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien forderten. Der ehemalige Verteidigungsminister Israels, Mosche Jaalon, sagte nach Angaben der Nachrichtenseite "ynet": "Die Korruption löst beim Bürger ein Gefühl der Ungerechtigkeit aus. Das stellt eine größere Gefahr dar als der Iran, die Hisbollah, die Hamas oder der Islamische Staat." Die Regierungspartei Netanyahus, Likud, bezeichnete die Demonstration in Jerusalem als "Bluff", durch den Oppositionelle versuchen würden, den Premierminister zu stürzen.

Teure Geschenke und Medienabsprachen?

Es ist bereits der vierte Samstag in Folge, an dem es zu Massenprotesten gegen den Regierungschef kommt. Netanyahu steht unter Korruptionsverdacht und wurde deswegen bereits mehrfach von der Polizei befragt. Zum einen geht es um teure Geschenke wie Zigarren und Champagner, die Netanyahu und seine Frau Sara über Jahre hinweg vom israelischen Geschäftsmann und Hollywood-Produzenten Arnon Milchan erhalten haben sollen.

Ein weiterer Verdacht dreht sich um eine möglicherweise widerrechtliche Vereinbarung mit dem Verleger der Zeitung "Jediot Ahronot". Für eine vorteilhaftere Berichterstattung des Blattes über Netanyahu sollte der Ministerpräsident dabei helfen, den Erfolg der kostenlosen Konkurrenzzeitung "Israel Hajom" zu schmälern.

Netanyahu streitet sämtliche Vorwürfe ab und bezeichnete die Anschuldigungen als "Hexenjagd" ihm feindlich gegenüberstehender Medien.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. Dezember 2017 um 06:00 Uhr.

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