Islands Ministerpäsident Gunnlaugsson

Nach "PanamaPapers" Islands Regierungschef will Parlament auflösen

Stand: 05.04.2016 16:10 Uhr

Die Enthüllungen der "PanamaPapers" haben in Island eine Regierungskrise ausgelöst. Ministerpräsident Gunnlaugsson hat einen Antrag auf Auflösung des Parlaments mit anschließenden Neuwahlen gestellt. Präsident Grimsson will dieser Bitte aber noch nicht nachkommen.

Die Enthüllungen der "PanamaPapers" haben den isländischen Ministerpräsidenten Sigmundur David Gunnlaugsson unter Druck gesetzt. Präsident Olafur Ragnar Grimsson bestätigte, dass Gunnlaugsson einen Antrag auf Auflösung des Parlaments mit anschließenden Neuwahlen gestellt habe.

Die Erlaubnis dazu habe er aber noch nicht erteilt, erklärte Grimsson, da Gunnlaugsson noch nicht mit seinem Koalitionspartner, der Unabhängigkeitspartei, gesprochen habe.

Islands Regierungschef in Bedrängnis
ARD-Mittagsmagazin, 05.04.2016, Clas Oliver Richter, ARD Stockholm

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Rücktritt gefordert

Am Montagabend hatten Tausende Isländer gegen Gunnlaugsson protestiert und seinen Rücktritt gefordert. Die Unterlagen der "PanamaPapers" sollen Informationen über eine Offshore-Firma auf den Britischen Jungferninseln enthalten, die Gunnlaugssons Frau gehört. Eine Firma, die Anteile an den 2008 zusammengebrochenen Banken des Landes hielt. Gunnlaugsson soll bis 2009 an der Firma beteiligt gewesen sein. Der Politiker wies die Vorwürfe zurück.

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