US-Verteidigungsminister Carter | Bildquelle: AP

Angriffe in Syrien und Irak USA melden Tod mehrerer IS-Kommandeure

Stand: 04.04.2016 16:19 Uhr

Die US-Streitkräfte haben mehrere hochrangige Kommandeure der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) getötet, darunter vermutlich auch den Finanz- und Vizechef. "Wir töten systematisch das Kabinett des IS", sagte US-Verteidigungsminister Carter.

Die USA haben nach Angaben von Verteidigungsminister Ashton Carter mehrere Top-Terroristen der IS-Miliz getötet. Er gehe davon aus, dass darunter auch der IS-Finanzminister und Vizechef Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli ist, der auch unter dem Namen Hadschi Iman bekannt sei, sagte Carter bei einer Pressekonferenz. Ob Al-Kaduli im Irak oder in Syrien getötet wurde, wollte Carter nicht beantworten.

Rahman Mustafa al-Kaduli
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Rahman Mustafa al-Kaduli gehörte zu den meistgesuchten Terroristen der Welt.

Laut Carter war Al-Kaduli vor allem für die IS-Finanzflüsse verantwortlich. "Wir haben denjenigen unschädlich gemacht, der die Finanzierung all ihrer Operationen verantwortet hat und damit ihre Fähigkeit beschnitten, Kämpfer zu bezahlen und zu rekrutieren."

Al-Kaduli wurde laut irakischen Sicherheitskreisen in der irakischen Stadt Mossul geboren. Nach Angaben der US-Behörden soll er sich im Jahr 2004 dem Terrornetzwerk al-Kaida angeschlossen haben. Er war bis 2012 im Irak inhaftiert und schloss sich dann in Syrien dem IS an. Vor seiner Haft hatte er dem Terrornetzwerk Al-Kaida im Irak angehört.

Terrormiliz unter Druck

Carter wertete das als weiteren Erfolg in der Strategie, die Führungsriege des IS zu eliminieren. Erst vor kurzem hatten die USA den Tod von Omar al-Schischani gemeldet, des Kriegsministers des IS. Im November erklärte das Pentagon, bei einem Luftangriff in Libyen sei der IS-Kommandeur Abu Nabil ums Leben gekommen. "Wir töten systematisch das Kabinett von IS", sagte Carter.

Carter räumte ein, dass in der Vergangenheit bereits mehrfach Führungsmitglieder des IS getötet und dann einfach wieder ersetzt wurden. "Aber diese Anführer waren schon lange dabei. Sie sind hochrangig, sie sind erfahren", sagte der Pentagon-Chef.

US-Militär tötet offenbar IS-Vize Al-Kaduli
R. Büllmann, ARD Washington
25.03.2016 18:09 Uhr

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Die Terrormiliz steht unter Druck. Hatte der IS im Sommer 2014 große Gebiete im Irak und in Syrien erobert und dort ein islamistisches "Kalifat" ausgerufen, so erlitten die Terroristen in jüngster Zeit empfindliche Rückschläge. Im Irak stehen irakische und kurdische Einheiten vor der Rückeroberung der IS-Hochburg Mossul. Ende 2015 konnten irakische Regierungstruppen die Provinzhauptstadt Ramadi westlich von Bagdad vom IS zurückerobern. Nach westlichen Schätzungen haben die Extremisten inzwischen 40 Prozent des Gebietes verloren, das sie einst im Irak kontrollierten.

In Syrien stehen Assad-Truppen vor der Rückeroberung der historischen Oasenstadt Palmyra.

USA töten IS-Finanzchef al-Kaduli
nachtmagazin 00:58 Uhr, 26.03.2016, Ina Ruck, ARD Washington

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