Hassan Rouhani  | Bildquelle: REUTERS

Spannungen mit den USA Iran will Raketenprogramm ausweiten

Stand: 31.12.2015 21:19 Uhr

Von einer klaren Verletzung einer UN-Resolution war die Rede, als der Iran im Oktober eine Mittelstreckenrakete testete. Die USA erwägen nun neue Sanktionen. Teheran droht im Gegenzug mit einer Ausweitung des Raketenprogramms.

Aus Protest gegen angeblich geplante US-Sanktionen hat Irans Präsident Hassan Rouhani mit einer Beschleunigung des Raketenprogramms gedroht. "Falls diese feindselige und intervenierende Politik der USA wiederholt werden sollte, dann sind die Streitkräfte verpflichtet, das Programm auszuweiten und zu beschleunigen", schrieb Rouhani an Verteidigungsminister Hussein Dehghan.

Das iranische Verteidigungssystem diene nur der inneren Sicherheit und sei keine Gefahr für andere Länder, unterstrich der Präsident. Es sei das legitime Recht des Landes, sein Verteidigungsspotenzial zu erhöhen.

Man habe auch bei den Atomverhandlungen mit dem Westen mehrmals betont, dass dieses Recht unwiderruflich sei und nicht zur Debatte stehe. Außerdem seien - im Gegensatz zu den Behauptungen in den USA - die iranischen Raketen so konstruiert, dass sie keine atomaren Sprengköpfe tragen könnten, fügte Ruhani hinzu.

Sanktionen gegen Firmen und Einzelpersonen

Wie Insider berichteten, bereiten die USA neue Sanktionen gegen den Iran vor. Die US-Strafmaßnahmen sollen sich CNN und dem "Wall Street Journal" zufolge gegen fast ein Dutzend Firmen und Einzelpersonen im Iran, in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten richten. Sie sollen die Entwicklung des Raketenprogramms unterstützt haben. Im Oktober hatte der Iran ein neues Modell einer ballistischen Rakete getestet.

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