Der Abschuss einer Rakete vom Typ S 200 im Iran (Archivbild)  | Bildquelle: AP

Trotz US-Warnungen Iran testet erneut Raketen

Stand: 20.02.2017 14:03 Uhr

Man brauche keine Erlaubnis dafür, sich zu verteidigen - so die Antwort der iranischen Führung auf Kritik an ihren jüngsten Raketentests. Obwohl Washington neue Sanktionen verhängte, hat Teheran nun erneut mehrere Raketen abgeschossen.

Im Konflikt mit der neuen US-Führung scheint der Iran von den jüngsten Drohungen Washingtons unbeeindruckt und hat erneut Raketen getestet. Die Elite-Einheit Revolutionsgarden habe die hoch entwickelten Geschosse während eines dreitägigen Manövers abgefeuert, berichtete die halboffizielle Nachrichtenagentur Tasnim.

Das Staatsfernsehen zeigte, wie die Raketen von Lastwagen aus abgeschossen wurden. Einige hätten eine Reichweite von mehr als 100 Kilometern, sagte der Chef der Bodentruppen der Revolutionsgarden. Die Tests seien eine weitere Vorbereitung auf Militärangriffe "ausländischer Aggressoren".

USA verhängten neue Sanktionen

Die USA hatten Anfang Februar wegen Raketentests weitere Sanktionen gegen den Iran verhängt. Zur Begründung hieß es, Teheran habe mit den Tests gegen UN-Resolutionen und Irans Verpflichtungen im Wiener Atomabkommen von 2015 verstoßen.

Die iranische Führung weist die Vorwürfe kategorisch zurück und wirft der neuen US-Regierung Dilettantismus vor. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif betonte während der Münchener Sicherheitskonferenz erneut, das iranische Militärprogramm und die Raketentests dienten lediglich der Verteidigung der eigenen Grenzen und seien keine Bedrohung für andere Länder. Für dieses legitime Recht brauche Teheran keine Erlaubnis vom Ausland.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Februar 2017 um 14:00 Uhr.

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