Raketentest im Iran | Bildquelle: REUTERS

Weitere Tests der Revolutionsgarden Iran meldet Start weiterer Raketen

Stand: 09.03.2016 11:24 Uhr

Der Iran hat nach eigenen Angaben weitere Raketen mit großer Reichweite getestet. Die Revolutionsgarden starteten demnach die Flugkörper zur Abschreckung gegen Israel. Die USA wollen die Tests nun im UN-Sicherheitsrat zu Sprache bringen.

Der Iran hat seine Raketentests trotz drohender neuer Sanktionen fortgesetzt. Die Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben zwei Geschosse ab, die Ziele in rund 1400 Kilometer Entfernung trafen. Ein hochrangiger Kommandeur räumte ein, dass sich das Raketenprogramm gegen Israel richte. "Wir haben unsere Raketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern gebaut, um unseren Feind, das zionistische Regime, aus sicherer Entfernung treffen zu können", zitierte eine iranische Nachrichtenagentur Brigadegeneral Amir Ali Hadschisadeh.

Raketentest im Iran | Bildquelle: REUTERS
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Raketentest im Iran

USA will Tests vor den UN-Sicherheitsrat bringen

Die USA befürchten, dass die Raketen mit Atomsprengköpfen bestückt werden könnten. Die US-Regierung kündigte an, die Tests im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zum Thema zu machen. Zugleich drohte sie, die eigenen Sanktionen gegen den Iran zu verschärfen. Das Weiße Haus betonte jedoch, dass die Raketentests nicht gegen das im vergangenen Jahr geschlossene Abkommen zur Beilegung des Atomstreits mit dem Iran verstießen. Der Vertrag sieht eine erhebliche Einschränkung des iranischen Atomprogramms vor. Im Gegenzug wurden internationale Wirtschaftssanktionen gelockert.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Kurz-, Mittel-, und Langstreckenraketen getestet, um das "Abschreckungspotenzial" des Landes vorzuführen.

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