Die "Harry S. Truman" | Bildquelle: dpa

Nach Bericht über Raketentest Iran wirft USA Lügen vor

Stand: 31.12.2015 14:52 Uhr

Gestern gab es aus den USA schwere Vorwürfe gegen den Iran: Kriegsschiffe hätten Raketen in der Nähe eines US-Flugzeugträgers gestartet. Jetzt ist die Retourkutsche aus Teheran gekommen: Das sei eine Lüge - es habe gab keinen Test gegeben.

Die iranischen Revolutionsgarden haben US-Angaben über den Start von seegestützten Raketen in der Nähe eines US-Flugzeugträgers in der Meerenge von Hormus zurückgewiesen. Die Marinekräfte hätten vergangene Woche keine Übung durchgeführt, erklärte General Ramesan Scharif.

Scharif warf den USA "Lügen" vor, die in der derzeitigen Lage als "psychologische Operation" zu werten seien.

Karte: Strasse von Hormus
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Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Persischem Golf und dem Golf von Oman. Sie gilt als strategisch besonders wichtig - und ist wegen der vielen Interessen ein besonders heikles Gewässer.

Nur 1500 Meter vom Flugzeugträger entfernt?

Das US-Militär hatte ein "äußerst provokatives" Verhalten des Iran kritisiert. Am 26. Dezember seien bei einer iranischen Marineübung in der strategisch wichtigen Meerenge mehrere Raketen in unmittelbarer Nähe des US-Flugzeugträgers "Harry S. Truman" gestartet worden. Eine Benachrichtigung habe es erst 23 Minuten vor Abschuss gegeben. Neben mehreren Handelsschiffen seien auch eine französische Fregatte und ein US-Zerstörer in der Nähe gewesen.

In der Straße von Hormus gibt es immer wieder Spannungen zwischen iranischen und westlichen Marineschiffen. Durch die schmale Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman verläuft ein wichtiger Teil des weltweiten Ölexports. Sie ist daher strategisch sehr wichtig. Die USA haben im Golfemirat Bahrain ihre Fünfte Flotte stationiert, um die Handelswege im Persischen Golf zu schützen.

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