Hurrikan "Maria" in der Karibik | Bildquelle: AP

Hurrikan "Maria" "Wir wurden brutal getroffen"

Stand: 19.09.2017 09:10 Uhr

Der Hurrikan "Maria" ist im Inselstaat Dominica auf Land getroffen. Weite Teile des Landes wurden verwüstet. Regierungschef Skerrit sagte, die Insel sei brutal getroffen worden. Prognosen zufolge wird der Sturm einen ähnlichen Kurs durch die Karibik einschlagen wie "Irma".

Der Tropensturm "Maria" hat an Stärke gewonnen. In der Nacht erreichte er den Inselstaat Dominica und verwüstete weite Landstriche. "Ich weiß nicht, wie viele Menschen starben, wir wurden brutal von Hurrikan "Maria" getroffen", sagte Regierungschef Roosevelt Skerrit laut einem Bericht des TV-Senders TeleSur. Laut ersten Informationen gebe es weit verbreitete Zerstörungen auf der Insel, schrieb Skerrit auf Facebook.

Puerto Rico bereitet sich auf Hurrikan "Maria" vor
tagesschau 12:00 Uhr, 19.09.2017, Alexander Stein, SWR

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Ein Hurrikan der Kategorie fünf hat bereits das Potenzial, katastrophale Schäden anzurichten. Sogenannte Sturmjäger in Flugzeugen machten bei "Maria" Windgeschwindigkeiten von 260 Kilometern pro Stunde aus. Meteorologen warnten, der Wirbelsturm könne beim Kurs auf die Inseln in der östlichen Karibik womöglich noch stärker werden. Der Hurrikan war am Abend vorübergehend in die höchste Kategorie fünf eingestuft worden, zuletzt galt er als Hurrikan der Stufe vier.

"Gnadenlose Winde"

Die Behörden von Dominica hatten vor dem Sturm Schulen und Regierungseinrichtungen geschlossen. Als der Sturm über den Inselstaat hinweg zog, veröffentlichte Ministerpräsident Skerrit auf Facebook mehrere Einträge über die Kraft des Sturms unmittelbar vor seiner Haustür. Die Winde seien gnadenlos - das Dach seines Hauses sei heruntergerissen worden, das Gebäude überschwemmt, so Skerrit. Er sei gerettet worden, schrieb er kurz darauf.

Nach Dominica soll "Maria" Karibikinseln streifen, die bereits von Hurrikan "Irma" schwer getroffen worden waren. Auf mehreren Inseln gelten Unwetterwarnungen. Im französischen Überseegebiet Guadeloupe rechneten die Behörden mit extremen Überschwemmungen. Dort befindet sich das logistische Zentrum für Hilfslieferungen, die für das durch "Irma" zerstörte Saint Martin bestimmt sind.

In Martinique wurden Bewohner angehalten, Gebäude nicht zu verlassen. Sie sollten sich auf Stromausfälle und Engpässe bei der Wasserversorgung vorbereiten. Die fast 400.000 Einwohner wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Risikozonen wurden evakuiert. Schon seit gestern gibt es keinen Flugverkehr mehr auf die Insel. Schulen und Geschäfte sind geschlossen.

In San Juan, Puerto Rico, bereiten sich Einwohner auf Hurrikan "Maria" vor | Bildquelle: AFP
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In San Juan, Puerto Rico, bereiten sich Einwohner auf Hurrikan "Maria" vor.

Erst "Irma", nun "Maria"

Auch für die bereits von "Irma" zerstörten US-amerikanischen und die britischen Jungferninseln gilt Hurrikanalarm. Noch immer liegen gefährlich viele Trümmer herum. Dem Sturm wird es ein leichtes sein, sie aufzuwirbeln.

Morgen könnte der Sturm das US-Außengebiet Puerto Rico direkt treffen. US-Präsident Donald Trump erklärte den Notstand für die Insel und machte damit Mittel der Katastrophenhilfe frei. Ein Bewohner Puerto Ricos sagte: "Wir sind im Moment nicht auf einen solchen Sturm vorbereitet. Wir hatten ja gerade vor zwei Wochen einen. Puerto Rico kann nur auf Gottes Hilfe hoffen, dass uns nichts Schlimmes passiert." Eine Frau sagte: "Ich habe Angst, weil viele Leute sich noch nicht vom letzten Sturm erholt haben. Einige haben noch nicht einmal wieder Strom." Rund 65.000 Puerto Ricaner sitzen seit "Irma" im Dunkeln.

Weitere Stürme ziehen durch den Atlantik

Wie sich der Sturm weiter verhält, lässt sich nach Angaben von Meteorologen noch nicht abschätzen. Vor gerade einmal zwei Wochen war "Irma", ebenfalls ein Hurrikan der höchsten Kategorie fünf, über die Karibik hinweggefegt und hatte dort schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 40 Menschen getötet. Anschließend wütete "Irma" im US-Bundesstaat Florida.

Neben "Maria" setzt derzeit auch "José" seinen nordöstlichen Weg im Atlantik fort. Der Sturm wird in den nächsten Tagen an der mittleren und nördlichen US-Ostküste entlangziehen. Erwartet wird neben heftigem Regen gefährlich hoher Wellengang insbesondere an den Stränden von Neuengland.

Darüber hinaus ist auch Tropensturm "Lee" im Atlantik unterwegs. Er wurde jedoch mittlerweile zu einem tropischen Tiefdruckgebiet heruntergestuft.

Mit Informationen von Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. September 2017 um 04:42 Uhr.

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