Im texikanischen Galveston fährt ein Auto über eine überschwemmte Straße. | Bildquelle: AFP

Hurrikan "Harvey" Texas befürchtet heftige Überschwemmungen

Stand: 26.08.2017 22:29 Uhr

An der texanischen Küste hat Hurrikan "Harvey" bereits schwere Schäden angerichtet. Hunderttausende Menschen sind ohne Strom. Das Schlimmste könnte aber noch bevorstehen. Meteorologen warnen vor Fluten historischen Ausmaßes.

Hurrikan "Harvey" hält die Menschen an der texanischen Küste weiter in Atem. Zwar stufte das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) "Harvey" zum normalen Tropensturm herunter, warnte zugleich aber vor "dramatischen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen". Diese könnten "historischen Ausmaßes" sein, sagte der Spezialist Eric Blake vom NHC. Die Lage sei "extrem ernst".

Der Sturm bewege sich kaum noch weiter und werde in den kommenden Tagen große Mengen Regen aufs Land fallen lassen. Sie könnten viele Orte überschwemmen, darunter das hochwassergefährdete Houston. Der Bürgermeister der viertgrößten Stadt der USA warnte die Menschen vor enormen Wassermengen.

Hurrikan "Harvey" trifft aufs Festland
tagesthemen 23:15 Uhr, 26.08.2017, Markus Schmidt, ARD New York

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

340.000 Menschen ohne Strom

Der Sturm war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde über die Küste von Texas hinweggefegt. Etwa 340.000 Menschen sind ohne Stromversorgung, wie der Gouverneur des Bundesstaates, Greg Abbott, mitteilte. Das Katastrophengebiet sei um 20 weitere Bezirke erweitert worden. Rund 1800 Militärangehörige seien im Einsatz, um bei Rettungsaktionen und Aufräumarbeiten zu helfen.

Aus Rockport bei Corpus Christi, einem der als ersten direkt von "Harvey" getroffenen Orte, wurden erhebliche Zerstörungen gemeldet. Nach Angaben des Bürgermeisters kam ein Mensch bei einem Brand in einem Haus ums Leben.

In der Stadt Port Lavaca stieg der Meeresspiegel um rund zwei Meter in sieben Stunden. Vier Kreuzfahrtschiffe mit 20.000 Passagieren, die eigentlich am Wochenende Galveston ansteuern wollten, warteten auf offener See auf grünes Licht für die Fahrt in den Hafen.

US-Präsident Donald Trump lobte den Einsatz des Top-Katastrophenmanagers und die Zusammenarbeit zwischen örtlichen und Bundesbehörden. "Wir überlassen nichts dem Zufall", twitterte Trump.

Vom Tropensturm zum Hurrikan

Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wenn das Wasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Ihre Stärke wird nach der von den Meteorologen Herbert Saffir und Robert Simpson entwickelten Skala eingeteilt. Demnach ist in den USA bei einer maximalen Windgeschwindigkeit unter 63 Kilometern pro Stunde von einem Tropentief die Rede. Bei Tempo 63 bis 118 gilt es als Tropensturm, darüber wird Hurrikanstärke erreicht. Ein Hurrikan der Kategorie 1 reicht bis Tempo 153. Stufe 2 gilt bis 177, Stufe 3 bis 208 und Stufe 4 bis 251 Kilometer pro Stunde. Hurrikans der höchsten Kategorie 5 haben eine Windgeschwindigkeit von mehr als 252 Kilometern pro Stunde.

Hurrikane erzeugen zwar enorme Windgeschwindigkeiten, bewegen sich aber oft nur mit etwa 15 Kilometern in der Stunde vorwärts. Das ist verheerend, weil Niederschläge dann stunden- oder tagelang auf fast dasselbe Gebiet niederprasseln.

Oft nehmen Wirbelstürme bei ihrem Zug über das Meer an Stärke zu. Über Land verlieren sie schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt. Bei Windgeschwindigkeiten unter 120 Kilometern pro Stunde wird ein Hurrikan zu einem Tropensturm herabgestuft.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 26. August 2017 um 23:15 Uhr.

Darstellung: